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Die lange Bank
Wie oft haben uns Menschen auf die Möglichkeit eines geordneten Lebens mit Christus hingewiesen und wie lange hat es gedauert, bis wir es angenommen haben?
Waldemar Grab
«Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschliesst eure Herzen nicht gegen ihn!» Hebräer 3,15 (Zitat aus: Psalm 95,7)
Man lebt immer im Jetzt und – auch wenn die Gedanken zwischen den Zeiten hin und her fliegen – : Es ist nicht möglich, dem Augenblick zu entfliehen. «Heute ist morgen bereits das Gestern und übermorgen ist das Morgen schon wieder ein Gestern», so ein auf den ersten Blick kompliziert klingendes Zitat. «Lasst uns heute feiern, denn morgen sind wir tot» ein anderes. Wie oft haben uns Menschen auf die Möglichkeit eines geordneten Lebens mit Christus hingewiesen und wie lange hat es gedauert, bis wir es angenommen haben? Sicher länger als drei Tage. Oder noch gar nicht?
Bei mir waren es gut drei Jahrzehnte und es ist ein grosses Gnadengeschenk, dass ich diesen Moment der «Übergabe», den Moment der Vergebung, erleben durfte. Viele ehemalige Kollegen und Freunde hatten diese Chance nicht mehr, weil sie bereits verstorben sind.
Die Bank, auf der wir gerade sitzen, ist nicht wichtig. Es kann die Klavierbank auf dem Traumschiff sein, die Hobelbank am Arbeitsplatz, die Küchenbank am Nachmittag und die Schulbank am Morgen. Aber die Entscheidung, «seiner Stimme heute zu folgen», sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Ehrlich! «Meine Zeit steht in Deinen Händen», schreibt einer der grössten Männer Israels, König David, in Psalm 31,16. Er meint die Zukunft, denn das Vergangene ist vorbei.
Ich bin noch nicht da, wo ich eigentlich sein möchte, aber ich bin auch längst nicht mehr dort, wo ich einmal war. Ich bin Christ und lebe mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit und mit dem Blick aufs Jenseits im Heute. Wenn ich Gottes Stimme wahrnehme, möchte ich mich bemühen, mein Herz nicht zu verstocken. Ich bete, dass es mir gelingen möge. Und Ihnen.
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