Plädoyer für das Recht auf Freiheit der Rede
(04. März 2010/tl.) – Die Redefreiheit als grundlegendes Freiheitsrecht gerät in Europa unter Druck und muss verteidigt werden. Dieser Meinung ist der Präsident der Schwedischen Evangelischen Allianz, Mats Tunehag.
In einem Offenen Brief, der von der christlichen Internetseite europe4christ veröffentlicht wurde, bezeichnet Mats Tunehag die Redefreiheit als das grundlegende Freiheitsrecht, das zugleich wesentlich für alle anderen Freiheitsrechte sei. Eine Einschränkung des Rechtes auf freie Rede zu Gunsten des Hörers, der sich durch das Gesagte möglicherweise verletzt fühle, widerspreche fundamentalen Grundsätzen unserer Rechtsordnung.
Den Trend zu einer Verlagerung des Freiheitsrechtes vom Redner auf den Zuhörer (auf das Recht, nicht beleidigt zu werden) bezeichnete Mats Tunehag als „Besorgnis erregend“. Das sei „ein Trend vom Objektiven (was gesagt worden ist) zum Subjektiven (was verstanden worden ist)“.
Anlass für die Äusserungen des Präsidenten der Schwedischen Evangelischen Allianz sind Bestrebungen islamischer Interessengruppen, aber auch von Homosexuellenverbänden, Äusserungen zu untersagen, von denen sie sich „verletzt“ fühlen könnten. Als Beispiel nennt Mats Tunehag den Vorstoss islamischer Staaten im Menschenrechtsausschuss der UNO, abfällige oder kritische Äusserungen über den Islam unter Strafe zu stellen zu lassen.
Mats Tunehag schreibt: „Das Recht und die Freiheit, eine eigene Sicht der Dinge und seine eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, in Text, Rede oder Kunst, heisst unwillkürlich, dass andere abweichender Meinung sind oder sich gar gekränkt fühlen“. Manche, so Mats Tunehag, „mögen Jesus als Gott verehren und andere lächeln darüber oder fühlen sich beleidigt. Manche mögen sich für homosexuelle Ehen einsetzen und andere für das Recht auf Abtreibung“. Doch all das sei „grundlegend für eine funktionierende Demokratie“, die sich auf das Recht des Einzelnen gründe, sich zu äussern und abweichende Meinungen zu vertreten.
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