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Nigeria: Massaker an Christen

(08. März 2010/fa.) - Aus Nigeria werden erneut brutale Übergriffe gegen Christen gemeldet. Bei einem Überfall auf ein christliches Dorf wurden einenm Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zufolge 300 Menschen ermordet.

Das Massaker ereignete sich im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau. In der Nacht zum 7. März überfielen Bewaffnete das überwiegend von Christen bewohnte Dorf Dogo Nahawa im Süden der Hauptstadt Jos. Es kamen wahrscheinlich mehr als 300 Menschen ums Leben. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu religiös motivierter Gewalt durch extremistische Muslime im Bundesstaat Plateau. Einheimische Kirchenleiter sehen darin den Versuch, die Hauptstadt Jos und den gesamten Bundesstaat zu islamisieren. Gegen 3.00 Uhr nachts kamen die Angreifer in das Dorf. Sie schossen mit Maschinengewehren in die Luft und scheuchten so die Menschen aus ihren Häusern. Dann griffen sie die überraschten Einwohner mit Gewehren und Macheten an. Es gab zahlreiche Verletzte. Sicherheitskräfte wurden in die Region gesandt.

Das christliche Hilfswerk Open Doors, das sich weltweit für verfolgte Christen einsetzt, bittet darum, für die Angehörigen der ermordeten Menschen zu beten. Auch die Verletzten in den Krankenhäusern und die übrigen Dorfbewohner brauchen die Solidarität der Christen weltweit, so Open Doors in einer Erklärung.



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