Steinigungsurteil: Hoffnung für Mutter im Iran
(2. August 2010/fa) – Hoffnung für die Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani: Der wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Frau hat der brasilianische Staatschef Lula da Silva Asyl angeboten.
Die 43-jährige Frau, Mutter von zwei Kindern, war von einem iranischen Gericht zunächst zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden. In einem weiteren Prozess wurde sie dann zum Tod durch Steinigung verurteilt.
Lula da Silva hat Irans Staatschef Ahmadinedschad und das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chameini, aufgerufen, Brasilien die Frau aufnehmen zu lassen. Lula da Silva bezeichnet Ahmadinedschad als seinen „Freund“. Er respektiere anderer Länder, erklärte Lula da Silva, aber Brasilien sei zur Aufnahme der Verurteilten bereit.
Den drei amerikanischen Touristen, die in Iran in Haft sind, soll jetzt der Prozess gemacht werden. Die zwischen 27 und 31 Jahre alten Männer hatten sich auf einer Wanderung verirrt und waren auf iranisches Territorium geraten. US-Präsident Barack Obama hat den Iran zur sofortigen Freilassung der jungen Amerikaner aufgefordert.
Von Obamas Versicherung, die drei Wanderer seien keine Spione, zeigte sich Ahmadinedschad wenig beeindruckt. Ihre „gegen die Sicherheit des Irans gerichteten Absichten“ werde jetzt untersucht, teilte das iranische Aussenministerium mit.
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