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Ramadan: Christen beten für die islamische Welt

(12. August 2010/fa.) – Die schweizerische, die österreichische und die deutsche Evangelische Allianz rufen in der Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan zu Gebet für die islamische Welt auf. Wir „wünschen und erbitten für Muslime, dass ihre religiöse Sehnsucht dadurch gestillt wird, dass sie Jesus Christus als Heiland und Herrn entdecken und zum Glauben an ihn kommen", teilt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) mit.

Man wünsche den Muslimen, "dass sie dadurch auch erfahren, dass Gott nicht nur der unverfügbare und allmächtige Herr ist, sondern auch der treue Vater im Himmel, der uns als seine Kinder annimmt“, heisst es in der Erklärung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA).

Die christliche Fastenpraxis sei zwar eine andere als die der Muslime, erklärte der Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), Hartmut Steeb, „aber auch unter uns Christen ist es üblich, besondere Zeiten des intensiven Gebets mit dem Verzicht auf Essen zu kombinieren. Wir suchen im Fasten die Nähe zu Gott, und aus dieser Nähe heraus wollen wir uns den Menschen zuwenden, die Gottes Liebe erleben könnten. Wenn Sie ihn kennen würden."

Die Evangelische Allianz in Deutschland geht davon aus, dass die jüngsten Ereignisse in Afghanistan während der Gebetsinitiative eine besondere Rolle spielen werden. Bei einem Überfall, zu dem sich die Taliban bekannten, wurden zehn Menschen getötet, „die nichts anderes taten, als einem Land und seinen Menschen durch medizinische Hilfe zu dienen“, heisst es in einer Presseerklärung der EAD.

Auch die Aufforderung des pakistanischen Talibansprechers Maulana Azam Tariq, internationale Hilfsangebote abzulehnen, wird viele ins Gebet führen, meint man bei der Evangelischen Allianz.

Maulana Azam Tariq hatte die pakistanische Regierung aufgefordert, auf internationale Hilfslieferungen im Zusammenhang mit den verheerenden Überschwemmungen komplett zu verzichten. Seine Haltung begründete er mit den Worten: „Alle Unterstützung die kommt, ist von den Christen und Juden, die die Feinde des Islams sind. Die Menschen sollten gewarnt sein, dass die Ungläubigen uns versklaven wollen, indem sie die Hilfe stellen."



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