Israelboykott: Hassparolen gegen Musiker
(16. August 2010/tl.) – Musiker, die bei Ihren Tourneen Auftritte in Israel einplanen, geraten unter massiven Druck einer Kampagne islamischer und linker Feinde des jüdischen Staates. Aber nicht alle beugen sich der antiisraelischen Hetze.
Die britische Punk-Ikone Johnny Rotten lässt sich auch nicht von der lautstarken antiisraelischen Lobby einschüchtern. Der Sänger der Band „Public Image Ltd“, und früherer Frontmann der Sex Pistols, wird wie geplant am 31. August in Tel Aviv auftreten. Antiisraelische Aktivisten beschimpfen ihn dafür mit Hassparolen: „Johny Rotten, Du bist kein menschliches Wesen, wenn du für das faschistische Zionistenregime spielst“.
Johnny Rotten, der heute wieder unter seinem bürgerlichen Namen John Lydon singt, zeigt sich unbeeindruckt von der massiven Kampagne, mit der Musiker, Künstler, aber auch Wissenschaftler zum Boykott von Israel gedrängt werden sollen. Er erklärte, es sei „Schwachsinn“ zu behaupten, er unterstütze die israelische Regierung, wenn er in Israel singe. „Ich bin gegen alle Regierungen, ich spiele für Menschen, nicht für Politiker“, sagte John Lydon, alias Johnny Rotten in einem Fernsehinterview. Mit Blick auf den Antisemitismus, der in der Boykottkampagne zum Ausdruck kommt erklärte er: „Auch Juden sind Menschen“.
Ein Bündnis verschiedener islamistischer und linker Gruppierungen versucht Israel international zu isolieren, indem man den jüdischen Staat als ein „rassistisches Apartheidregime“ denunziert. Eine wichtige Rolle bei der antijüdischen Kampagne spielen die internationalen Nichtregierungsorganisationen „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“ und die so genannte „Palestine Solidarity Campaign“. John Lydon wird wegen seines Auftritts von militanten propalästinensischen Aktivisten mit Hass-Mails überzogen und als „Rassist“ und „Büttel des Zionistenregimes“ bezeichnet.
„Ich habe eine absolute Regel,“ sagte John Lydon, „So lange kein arabisches Land, kein muslimisches Land mit einer Demokratie in Sicht ist, verstehe ich nicht, wie jemand ein Problem damit hat, wie sie (die Palästinenser) behandelt werden“. Mehrere Popstars haben sich der Agitation der Israelfeinde gebeugt und Konzerte in Israel abgesagt, so etwa Elvis Costello, Carlos Santana und die Pixies. Andere wie Jethro Tull, Joan Armatrading und Elton John haben sich von der Israelhetze nicht beeinflussen lassen. „Nichts kann uns davon abhalten hierher zu kommen“, hatte Elton John von 50000 Fans in Tel Aviv gesagt. Auch Madonna hatte sich von den Aufrufen zum Boykott Israels nicht abhalten lassen in Israel zu singen.
Auf den Konzertbühnen in Israel werden die internationalen Stars singen können was sie wollen. Das ist in muslimischen Ländern anders, wo sie von Zensur betroffen sind. Als die Discogruppe „Boney M.“ in Ramallah ein Konzert gab, durften sie ihren grössten Hit „By the Rivers of Babylon“ nicht singen, weil darin von der biblischen Sehnsucht nach Zion die Rede ist.
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