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Moschee am Ground Zero bleibt umstritten

(06. September 2010/idea.) – Das geplante Islam-Zentrum mit Moschee in der Nähe von Ground Zero stösst bei den meisten New Yorkern auf Bedenken.

Zwei Drittel der mehr als acht Millionen Einwohner möchten, dass das Zentrum an einer weiter entfernt gelegenen Stelle errichtet wird. Es sollte nicht wenige Hundert Meter von dem Ort stehen, wo islamistische Selbstmordterroristen am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des Welthandelszentrums leiteten und 2.976 Menschen töteten.

Für einen weiter entfernten Standort plädieren laut einer Umfrage der Zeitung "New York Times" auch Befürworter des Projekts, das nach Angaben der Organisatoren einen gemässigten Islam propagieren und zum interreligiösen Dialog ermuntern soll. Gegner empfinden den Bau als Provokation. 

Die Opposition ist der "New York Times" zufolge in anderen Stadtbezirken teilweise stärker als in Manhattan. So sind 54 Prozent der Bewohner der Bronx gegen das Projekt. Im religiös toleranten Manhattan sind es 41 Prozent. Stärkere Zustimmung findet das geplante Islam-Zentrum bei wohlhabenderen und älteren New Yorkern. Unter den Protestanten gibt es etwa gleich viele Befürworter und Gegner; bei Katholiken und Juden ist die Ablehnung stärker als die Zustimmung. Von den Republikanern sind 74 Prozent Gegner, bei den Demokraten sind 43 Prozent dafür und 44 Prozent dagegen.

Das Zentrum soll 13 Stockwerke hoch werden. Die sogenannte Cordoba-Initiative und die Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Muslime haben das Grundstück in für umgerechnet 3,8 Millionen Euro erworben. Der Bau soll 78 Millionen Euro kosten. Religiöser Kopf der Initiative ist der als gemässigt geltende Imam Feisal Abdul Rauf.



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