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Babylons Helden
(05. Oktober 2010/tr.) – Vom Turm, der als Auflehnung gegen Gott gemeint war, sind heute nur noch Fundamente zu sehen – auch das Babylon-System der Zukunft wird fallen.
Moderation im «heute journal»: «Am Nachthimmel von Dubai erstrahlte das neu eröffnete höchste Gebäude der Welt in seiner ganzen Schönheit: 828 Meter hoch. Man kann einfach nicht vermeiden, bei diesen Bildern an den biblischen Turmbau zu Babel zu denken.» Nachrichtensprecher Claus Kleber nahm Bezug auf die Bibel, als er am 4. Januar 2010 von der Einweihung des «Burdsch Chalifa» in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtete. Es ist heute wie damals: Der Mensch will sich einen Namen machen – diese Überheblichkeit scheint für jene Stadt charakteristisch zu sein, in der einst das Vorbild des modernen Wolkenkratzers stand: Babylon.
Von der antiken Metropole sind nur Ruinen übrig, doch als Symbol für das Sündige, Verwerfliche und Gottlose war Babylon über die Jahrhunderte hinweg in aller Munde und verkörpert noch heute einen alten Streit: Mensch gegen Gott.
Einst waren es mächtige Helden, die gegen Gott rebelliert haben. Heute sind es die Nachwehen des Babel-Bibel-Streits, welche der Wissenschaft und der modernen Theologie das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift entzogen haben. In der Geschichte Babylons manifestiert sich die Auflehnung gegen Gott und sein Wort augenfällig – von Anbeginn bis in die Endzeit.
Nimrods TurmDas Selbstbewusstsein des Gründers von Babylon, Nimrod, muss grenzenlos gewesen sein. Er war der Erste, der sich nicht nur mit einer bestimmten Handlung, sondern mit seinem ganzen Wesen gegen Gott auflehnte. Er gründete bedeutende Städte und liess wahrscheinlich jenen berühmten Turm bauen, der die Menschheit vor der vermeintlichen Willkür Gottes schützen sollte. Man nannte Nimrod nicht nur einen «gewaltigen Jäger vor dem Herrn» (1. Mose 10,9) und «Gewaltigen auf der Erde» (Vers 8, Elb.), sondern er wurde allem Anschein nach sogar zum Gott erhoben, der sich auf der oberen Plattform des Turms von Babel ein Heiligtum errichten liess.
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