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Die verdrängte Wahrheit

(11. November 2010/ram.) – Die biblische Urgeschichte ist mit den zentralen Heilsaussagen der gesamten Bibel unauflösbar verwoben. Wer an eine alte Erde glaubt, stellt Gottes Erlösungslehre in Frage.

Genesis 1,1 ruft in Akademiker-Kreisen, ob säkular oder christlich, noch immer hitzige Reaktionen hervor. Atheisten vertrauen darauf, dass die Frage des Ursprungs nur durch die Wissenschaft beantwortet werden kann. Für Gott ist kein Platz in ihren Schlussfolgerungen. Anderseits kämpfen auch christliche Intellektuelle mit diesem Thema. Sie versuchen, eine Harmonie zwischen Wissenschaft und Glaube zu finden, also zwischen den gesicherten Ergebnissen der empirisch wissenschaftlichen Bestrebungen und den Grundlehren der biblischen Christenheit. Kann es diese harmonische Einheit geben? Und wenn ja, zu welchem Preis?

Es gibt eine bestimmte Frage, die bei der Debatte zwischen Wissenschaft und Bibel die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Sie berührt gleich mehrere Schüssel­themen, und zwar dort, wo es um die Vertrauenswürdigkeit der Wissenschaft, um die Zuverlässigkeit der Bibel und um die Weltanschauungen geht, die unser Verständnis von beidem beherrschen.  Diese Frage lautet: Warum scheint unser Universum so alt zu sein?

Unsere Antworten darauf sind beschränkt. Vielleicht scheint das Universum alt, weil es alt ist. Vielleicht ist es eigentlich gar nicht so alt, wie es aussieht. Manche sagen einfach: «Wir können diese Frage nicht beantworten», oder sogar: «Die Frage ist nicht wichtig». Aber ganz im Gegenteil! Diese Frage ist zentral. Christen sollten sie beantworten können. Dabei muss die Antwort sowohl einzelne Textstellen als auch die Gesamtlehre der Heiligen Schrift zufriedenstellend miteinbeziehen.

Das direkte und unbeeinflusste  Textverständnis von 1. Mose 1,1 bis 2,2 umfasst sieben 24-Stunden-Tage – sechs Tage der schöpferischen Aktivität und einen abschliessenden Tag göttlicher Ruhepause. Deutlich erkennbar ist ein Schöpfungsmuster mit einer bestimmten Reihenfolge. Diese Sicht, wenn auch nicht völlig einstimmig oder ganz ohne Differenzen, war der friedliche Konsens und die traditionelle Sichtweise der christlichen Kirche bis früh ins 19. Jahrhundert hinein. In den vergangenen 200 Jahren kristallisierten sich vier gros­se Herausforderungen für dieses traditionelle Textverständnis der Genesis heraus.

Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 8/2010.


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