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Friedensprozess: Beten für den Sudan

(12. November 2010/idea) – Die Weltweite Evangelische Allianz hat die Christen in aller Welt aufgerufen, am 5. Dezember für den Sudan zu beten.

Anlass ist eine Volksabstimmung Anfang 2011 im Süden des nordafrikanischen Landes. Dabei soll die Bevölkerung am 9. Januar entscheiden, ob sie unabhängig werden oder weiter unter der radikal-islamischen Zentralregierung in Khartum leben will.

Das Referendum soll einen Schlussstrich unter einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg ziehen, mit dem der muslimisch geprägte Norden die christlichen und naturreligiösen Einwohner des Südens terrorisierte.

Der Ausgang der Abstimmung sei für den 2005 begonnenen Friedensprozess von grosser Bedeutung, erklärte der Generalsekretär des christlichen Weltverbandes, Geoff Tunnicliffe (New York). Die Allianz habe keine spezielle Position, unterstütze aber das Recht der Südsudanesen, selbstbestimmt und in Frieden zu leben. Christen könnten die Entwicklung begleiten, indem sie für ein faires und friedliches Referendum beten.

Weitere Anliegen seien die Hoffnung, dass die sudanesische Regierung und die internationale Staatengemeinschaft die Ergebnisse der Abstimmung anerkennen, die Religionsfreiheit aller Menschen geschützt und die Infrastruktur wiederhergestellt wird.

In seinem Aufruf verweist Tunnicliffe auf Aussagen sudanesischer Kirchenleiter, die das weltweite Gebet als wichtigsten Beitrag der Kirchen zur Förderung des Friedensprozesses bezeichneten.

Von den rund 36 Millionen Einwohnern des Sudan sind 65 Prozent Muslime. Die 24 Prozent Christen und 11 Prozent Anhänger von Naturreligionen leben meist im Süden.

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