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Langenthaler Leuchtturm enthüllt

(12. November 2010/rh.) – Um an die Schweizer Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten und gleichzeitig die Unterdrückung und Verfolgung von Christen in islamischen Ländern zu erinnern, enthüllte das Langenthaler Aktionskomitee „Stopp Minarett“ ein Mahnmal.

Aus einem schwarzen Sockel windet sich eine weisse Spirale sieben Meter hoch zum Himmel. Auf ihrer Spitze sitzt ein Halbmond, darüber als Abschluss eine Flamme. Die minarettähnliche Form ist durchaus beabsichtigt. Überhaupt steckt das Objekt, das die Initianten auf einer Verkehrsinsel platzieren möchten, voller Symbolik.

Die Spirale ist aussen weiss. Sie steht gemäss Projektbeschrieb für die Selbstdarstellung des Islam. Die Innenseite ist schwarz. Das soll an die weltweit 200 Millionen Menschen erinnern, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden, hauptsächlich in der islamischen Welt. Der Halbmond soll die islamische Weltherrschaft andeuten, so wie sie der türkische Herrscher Sultan Osman um 1300 formuliert hatte. Die Flamme schliesslich soll einerseits an die Verfolgten erinnern, aber auch ein Zeichen der Hoffnung und Erlösung sein.

Das Aktionskomitee „Stopp Minarett“ will mit diesem Kunstobjekt an die «denkwürdige Minarett-Abstimmung» im November 2009 erinnern, die es zu akzeptieren gelte. Auslöser für die Aktion ist der Umstand, dass die zuständige Berner Baubehörde den geplanten Minarettbau der örtlichen Islamischen Glaubengemeinschaft in Langenthal weiterhin unterstützt. Das will das Langenthaler Anti-Minarettkomitee verhindern.

„Das Mahnmal soll islamische Organisationen und Verbände dazu auffordern, die in der Schweiz geltenden demokratischen Grundrechte zu akzeptieren und daher auch den Volkswillen betreffend dem Minarettbauverbot“, erklärt Komiteesprecher Daniel Zingg.

Am 9. November wurde dem Stadtrat ein Gesuch gestellt, das Spiralobjekt in der Mitte eines neu geplanten Verkehrskreisels aufzustellen. Wie wird das Kunstobjekt aufgefasst werden, als Leuchtturm und berechtigter Gedankenanstoss oder als Minarett-Persiflage und damit als Provokation? Der Stadtratsentscheid steht noch aus.

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