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Ein schwieriger Job
(03. Dezember 2010/tl.) – Die Herkunft und Entstehung des Lebens ohne Gott zu erklären, ist eine intellektuelle Herausforderung erster Güte. Richard Dawkins scheitert daran – nicht erst mit seinem neuen Buch.
Niemand war dabei, als die Erde entstand, als Raum und Zeit geworden sind. Der Lauf der Planeten, das Aufblühen der ersten Blume, das erste gesprochene Wort: Es geschah ohne Zeugenschaft. Eine Erkenntnis darüber kann es nur auf zwei Wegen geben: durch eine Anwendung wissenschaftlicher Methoden oder durch eine göttliche Offenbarung.
Die wissenschaftliche Methode kommt bei Vorgängen, die in der Zukunft liegen oder, wie in diesem Fall, sich vor unbestimmter, langer Zeit ereigneten, an ihre Grenzen. Sie kann nichts beobachten, sie kann nur aus heute Beobachtbarem rückschliessen und Modelle entwickeln, um zu versuchen, das Unbekannte, Vergangene zu erklären. Sie kann keine Wahrheit über das Geschehene generieren, sondern nur eine Theorie über die Wahrheit des Geschehenen.
Die Annahme, dass es einen Schöpfergott gibt, bietet eine plausible Erklärung für die unvorstellbare Komplexität, für das höchst sinnhafte Ineinandergreifen kosmischer, biologischer und physikalischer Phänomene und darüber hinaus auch für das geistige Vermögen des Menschen, für sein kulturelles Schaffen, für die geschichtliche Entwicklung.
Die Annahme, dass es einen Gott gibt, der das Leben sinnvoll geschaffen hat, bietet auch eine Erklärung für die Klarheit der Gesetzmässigkeiten, für die erstaunliche Schönheit des Lebens, für die Tatsache der Freude, für die Fähigkeit des Menschen, sich über seine schiere physische Existenz hinaus zu artikulieren, zu kommunizieren, zu wirken. Die Annahme, dass es einen Gott gibt, erklärt auch die Fähigkeit des Menschen, nach Gott zu fragen und sein Bedürfnis, ihn zu suchen.
Gerade auf die elementaren Fragen des Lebens haben die Naturwissenschaften – die so effektiv darin sind, einzelne Wirkmechanismen zu erklären – keine schlüssige Antwort: Was stand am Beginn des Lebens? Woher kommt die unermessliche Informationsfülle, auf der alle Existenz beruht? Was ist «Leben»? Wie erklärt sich das bislang kaum verstandene Zusammenspiel kosmischer, biologischer, physikalischer, chemischer und unzähliger weiterer Faktoren, welches das Leben ermöglicht?
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 8/2010.
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