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Schweiz: 50000 Unterschriften für Religionsfreiheit

(11. Dezember 2010/th./fa.) - Christen in der Schweiz fordern die vorbehaltlose Respektierung der Menschen- und Bürgerrechte auch in islamischen Ländern. Rund 50'000 Personen haben eine entsprechende Petition unterschrieben.

Menschen sollen ihren Glauben in Freiheit leben können. Darüber wird in der Schweiz offen diskutiert. Kaum im Blick ist allerdings die Tatsache, dass in einer Anzahl von islamischen Ländern den Menschen die religiöse Freiheit nicht zugestanden wird. Dabei werden grundlegende Menschenrechte missachtet und Menschen um ihres Glaubens Willens diskriminiert, verhaftet, verurteilt, eingesperrt, gefoltert und in Einzelfällen sogar getötet. Christen und zum vom Islam zum Christentum übergetretene Menschen sind davon besonders betroffen.

Zusammengeschlossen in der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz setzen sich sieben Organisationen für Menschenrechte und besonders für die Religionsfreiheit in kritischen Ländern ein. Ihre über die Jahre erstellten Dokumentationen von Menschenrechtsverletzungen zeigen ein düsteres Bild. In vielen Ländern mit muslimischen Bevölkerungsmehrheiten kommen Andersgläubige seit einigen Jahren immer stärker unter Druck. Dies gilt in erster Linie für Länder mit einer strengen Islam-Auslegung (wie Saudi-Arabien, Iran oder Somalia) und solche, welche in Konflikte verwickelt sind (Irak, Afghanistan, Pakistan).

Aber auch in als bisher gemässigt geltenden Ländern wie Indonesien, Ägypten, Jordanien oder Nigeria kommt es immer mehr zu Diskriminierungen und Bedrohungen von Andersgläubigen. Besonders bedroht sind dabei Konvertiten, Menschen, die aus Überzeugung die Religion wechseln. Sie werden oft von ihren Familien und der Dorfgemeinschaft ausgestossen und manchmal mit dem Tode bedroht. Scharia- und Blasphemiegesetze bedrohen Christen zusätzlich. Von den Gerichten werden Menschen, die angeblich gegen religiöse Gesetze verstossen haben, häufig verurteilt.

Die in der AG Religionsfreiheit vertretenen Menschenrechtsorganisationen sind der Ansicht, dass von der Schweiz aus zu wenig getan wird, um die Menschenrechtslage in den islamischen Ländern zu verbessern. „Den Wahn der Verfolgung dürfen wir nicht einfach hinnehmen“, sagt Heiner Studer, Beauftragter der Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit. Die christlichen Menschenrechtsorganisationen fordern darum ein entschiedeneres Intervenieren der offiziellen Schweiz, wo elementare Bürger- und Menschenrechte verletzt werden.

Eine von der Organisation CSI initiierte und von der AG Religionsfreiheit durchgeführte Kundgebung am 25. September durchgeführte Kundgebung wurde trotz nasskalter Witterung von 2000 Teilnehmern besucht. Im Sommer wurde zudem eine Petition gestartet, welche volle Religionsfreiheit und Gleichberechtigung für Christen in islamischen Ländern fordert. Die Schweizer Bundesbehörden werden darin aufgefordert, sich entschiedener für dieses Anliegen einzusetzen. Bis am 9. Dezember (mittags) haben 50'152 Personen diese Petition unterschrieben, die am Tag der Menschenrechte, den Bundesbehörden übergeben wurde.

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