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Saddam Husseins Blut-Koran

(22. Dezember 2010/fa.) - Der irakische Diktator Saddam Hussein liess einen Koran schreiben - mit seinem eigenen Blut.

Vor bald vier Jahren starb der irakische Führer Saddam Hussein am Galgen. Doch noch immer verbreitet seine Hinterlassenschaft unter den Irakern ungute Gefühle.

In seinem Grössenwahn liess Saddam Statuen, Denkmäler und Paläste bauen, die bis heute an seine Herrschaft des Schreckens erinnern. Seine bizarrste Hinterlassenschaft ist aber ein Buch: Eine handschriftliche verfasste Ausgabe des Korans, geschrieben mit seinem eigenen Blut.

Wie „20 Minuten online“ berichet, hat sich Saddam zwei Jahre lang Blut abnehmen lassen - insgesamt 27 Liter. Ein irakischer Kalligraph wurde mit der Schreibarbeit beauftragt. Angeblich hatte Saddam den Künstler persönlich angerufen und ihn über seine grosse Ehre in Kenntnis gesetzt. Ende 2000 hatte er die über 6000 Verse und rund 336 000 Worte zu Papier gebracht. Wenige Tage später wurde in den USA George W. Bush zum Präsidenten gewählt. Das Schicksal Saddams war besiegelt.

Seit dem Einmarsch der US-Streitkräfte 2003 haben nur wenige Menschen Saddams «blutiges» Vermächtnis zu sehen bekommen. Sein Blut-Koran wird in einer Moschee im Westen Bagdads aufbewahrt - verschlossen hinter drei Tresortüren. Ein Reporter des britischen «Guardian» bemühte sich nun offenbar um einen Augenschein – erfolglos. Die Hürden sind zahlreich: Für jede der drei Tresortüren gibt es einen Schlüssel. Einen hält Sheich Ahmed Al-Samarrai, der Leiter einer bedeutenden sunnitischen Stiftung im Irak. Der zweite liegt beim lokalen Polizeichef und der dritte an einem ungenannten Ort in Bagdad. Ein Komitee befindet darüber, wer Zugang erhält und wer nicht.

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