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Geheimaktion T4

(23. Dezember 2010/rs.) – Vor siebzig Jahren wurden auch aus Einrich­tungen der Inneren Mission behinderte ­Menschen ­deportiert und getötet. Erst spät wurde die ­Geschichte des Grauens als Mahnung für heute aufgearbeitet.

Vor siebzig Jahren deportierten Mitarbeiter des NS-Regimes zahlreiche behinderte Menschen aus den damaligen Anstalten Mosbach/Schwarzacher Hof und Kork bei Kehl in Baden, um sie heimlich zu beseitigen.

Wie konnte es dazu kommen? Mit dieser Frage setzte sich der Theologe und Behindertenpädagoge Hans-Werner Scheuing auseinander, der ab 1976 als Mitarbeiter auf dem Schwarzacher Hof (Baden) tätig war. In jener Zeit war die NS-Vergangenheit des Schwarzacher Hofes noch ein Tabu.

Lebendig wurde die Geschichte erst im Jahr 1981, als der Archivar der Badischen Landeskirche, Hermann Rückleben, mit seiner inzwischen vergriffenen, hundert Seiten starken Broschüre «Deportation und Tötung von Geisteskranken aus den badischen Anstalten der Inneren Mission Kork und Mosbach» an die Öffentlichkeit trat. Diese Broschüre bekam Scheuing in die Hand.

Unter seiner Leitung beschäftigte sich nun ein Arbeitskreis mit der Anstalt Mosbach und erarbeitete eine Ausstellung darüber. Ergebnis dieser Arbeit war zudem eine Broschüre, die 1993 in Mosbach publiziert wurde und sich mit den Todestransporten beschäftigt.

Lesen Sie den ganzen Bericht in factum 9/2010.


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