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Viele Israelis sehen Trockenheit als Ruf zur Umkehr

(07. Januar 2011/tl.) – In Israel werden Phänomene in der Natur wesentlich häufiger als in anderen westlichen Ländern mit dem Handeln Gottes in Zusammenhang gebracht. Eine absolute Mehrheit von zwei Dritteln der Israelis sehen die Dürre des vergangenen Jahres in Israel als eine Folge von sündhaftem und wenig gottgefälligem Verhalten der Menschen und als einen Ruf zur Umkehr.

Von einer Umfrage mit diesem Ergebnis berichtet Israel National News. 66 Prozent der Befragten erklärten, die Trockenheit des vergangenen Jahres, die zu den verheerenden Buschbränden führte, sei „wegen unserer Sünden“ geschehen. 22 Prozent sehen in der Trockenheit ein zufälliges Ereignis.

Der menschliche Einfluss, der bei einem humanistischen und weniger religiösen Weltbild in der Regel sehr hoch bewertet wird, spielt in der Bewertung vor allem der gläubigen Israelis eine geringere Rolle. So waren nur 11,6 Prozent der Befragten der Meinung, die Trockenheit sei das Zeichen einer globalen Erwärmung.

Einer der Befragten erklärte: „Gott hat das Wetter unter Kontrolle, es wird nicht von kohlenstoff-emittierenden Fabriken bestimmt. Nur ein humanistischer Trottel kann die Existenz Gottes bestreiten und den Menschen als das Zentrum des Universums und Herren über das Schicksal sehen“. In Geschehnissen wie der Trockenheit der vergangenen Jahre in Israel sehen vielen der Befragten einen Aufruf zu einem gottgefälligeren Leben.

Ein Teilnehmer erinnerte an den Propheten Haggai (Hag 1) und meinte: „Gott spricht in einer Sprache zu den Menschen, die von ihnen verstanden werden kann. Er sagt uns: „Wenn ihr sündigt, dann werde ich euch das wissen lassen, durch Folgen die sich im Wetter zeigen oder in der Wirtschaft“. Andere erinnerten an die Sintflut als ein Beispiel göttlichen Handelns als Folge menschlicher Sünde oder an König Ahab und die dreieinhalb jährige Trockenheit.

„Wenn uns Schwierigkeiten begegnen, sei es das Wetter oder wirtschaftliches Missgelingen, dann sind wir aufgefordert, nach dem Warum zu fragen und unsere Wege und unser Verhalten zu überprüfen. Gottes Handeln im Geschehen zu ignorieren bedeutet blind zu sein“, meinte ein Teilnehmer der Befragung, „Gott ermahnt uns zur kritischen Selbstprüfung, nicht zur politischen Korrektheit“. Mehr Israelis als Bewohner anderer Länder sehen in Naturkatastrophen einen Aufruf Gottes an die Menschen zur Teshuva (Umkehr).

Ein Teilnehmer an der Befragung erinnert an die Worte Gottes, die beim Propheten Maleachi (Mal. 3, 7) nachzulesen sind: „Kehrt um zu mir! Und ich kehre um zu euch! Spricht der Herr der Heerscharen.“ Eine Teilnehmerin der Umfage sagte: „Seid vor allem Gott und seinen Wegen treu. Lernt von ihm, liebt ihn, geht Euren Weg mit ihm, habt Vertrauen in ihn“.

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