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Reichtum ist wie Wasser
(07. Januar 2011/tl.) – Amerikanische Milliardäre geben das Spendenversprechen, sich von der Hälfte ihres Vermögens zu trennen. Gedanken zur Debatte um die Verpflichtung von Eigentum aus biblischer Sicht.
Reichtum ist wie Wasser. Ein Glas trinkt man selber. Wer aber einen Fluss hat, lässt auch andere trinken.» Ganz im Sinne dieses chinesischen Sprichwortes verpflichteten sich mehr als 40 amerikanische Milliardäre, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Stiftungen zu geben. Sie beteiligen sich damit an dem Projekt «The Giving Pledge» (das Spendenversprechen) von Bill Gates und Warren Buffett.
Der Reichtum der betreffenden Spender ist so immens, dass ihr Lebensstil auch durch ausserordentlich grosszügige Spendenbereitschaft nicht beeinträchtigt wird. Das Vermögen von Warren Buffett wird auf ungefähr 50 Milliarden Dollar geschätzt, er ist der drittreichste Mann der Welt. Wenn er, wie angekündigt, 99 Prozent seines Vermögens stiftet, dann bedeutet das nicht, dass bei Buffetts das Darben anfängt. Sein Lebensstil und der seiner Kinder werde dadurch kein bisschen berührt, sagt er. Es verhält sich bei ihm also nicht wie bei der Witwe, an die uns die Bibel in Lukas 21,1 bis 4, erinnert. Sie gab von dem, «was sie zum Leben hatte».
Was sagt die Bibel zum Thema Reichtum? Vordergründig betrachtet lehrt die Bibel, dass Eigentum verpflichtet. Aber eigentlich geht es um eine tiefere Dimension. Das entscheidende Kriterium führt – wie immer in der Bibel, wenn es darum geht, ein Verhalten oder eine Sache zu beurteilen – zu der Frage, ob etwas der Beziehung zu Gott schadet oder nützt. Was trennt mich von Gott und was bringt mich Gott näher?
Es geht also weniger um die Fragwürdigkeit von Besitz an sich, als vielmehr darum, welche Auswirkung Besitz auf meine Beziehung zu Gott hat. Das ist dann die Frage danach, woran das Herz eines Menschen hängt.
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 9/2010.
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