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Abtreibungsstatistik: Hilfe schützt vor Abtreibung
(16. März 2011/tl.) – Mit 110400 Abtreibungen im Jahr 2010 ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland nach wie vor hoch, sie ging nur geringfügig um 0,2 Prozent zurück. Nach Ansicht des christlichen Hilfswerks Pro Femina e.V (Heidelberg) wäre der grösste Teil dieser Abtreibungen durch eine lösungsorientierte Beratung und individuelle Hilfe zu vermeiden gewesen.
„Nach ehrlicher Beratung und konkreter Hilfe entscheidet sich die überwältigende Mehrheit der ungewollt Schwangeren doch für ihr Baby“, das erklärte Kristijan Aufiero, der Vorsitzender von Pro Femina e.V. und Projektleiter von 1000plus in einer Stellungnahme zu der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes.
Im vergangen Jahr wandten sich 537 Frauen an die Konfliktberatungsstelle von 1000plus in Heidelberg, berichtete Kristijan Aufiero. In derselben Zeit stand das Online-Beratungsteam von Pro Femina mit 804 Frauen im Schwangerschaftskonflikt in schriflichem Kontakt. Der häufigste Grund, den Frauen für eine geplante Abtreibung angeben, sei: „Er will das Kind nicht“.
Daneben würden Beziehungsprobleme, finanzielle und berufliche Schwierigkeiten, Überforderung und Erschöpfung sowie ‚der falsche Zeitpunkt’ als Gründe genannt, also Umstände, die subjektiv als nicht ideal empfunden würden. Die Frauen in einer Notsituation haben keine echte Entscheidungsfreiheit, so der Vorsitzende von Pro Femina: „Die meisten Frauen entscheiden sich für eine Abtreibung, weil sie keine Alternative sehen“. Ohne echte Alternativen zu Abtreibung gebe es keine Wahl und keine Entscheidungsfreiheit.
Wenn im Verlauf einer intensiven Beratung, bei der auch individuelle Hilfe angeboten wird eine Alternative zur Abtreibung entsteht, dann entscheiden sich die meisten Frauen für das Kind. Mehr als 70 Prozent der abtreibungswilligen Schwangeren entscheiden sich nach einer intensiven Beratung und einem gemeinsam erarbeiteten Hilfsangebot für das Austragen des Kindes.
Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden im Jahr 2010 in Deutschland 110400 Abtreibungen gemeldet. Das sind 300 (0,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Mehr als 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der so genannten Beratungsregelung vorgenommen. In den restlichen 3 Prozent der Fälle wurden medizinische und kriminologische Indikationen angegeben. Der überwiegende Teil der Schwangerschaftsabbrüche (72 Prozent) wurde mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt.
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