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Mikroalge versenkt Kohlenstoff
(31. März 2011/rh.) – Die einzellige Alge Emiliania huxleyi schwebt in allen Weltmeeren. So klein, wie sie ist, ihre Bedeutung in der Ökologie ist gross. Sie wirkt als Kohlenstoffpumpe.
Ihr Äusseres ist bizarr. Das Rasterelektronenmikroskop zeigt die Alge Emiliania huxleyi als komplexe, eindrückliche Kreatur, umhüllt von runden Kalkplättchen (Coccolithen). Ein wahres Charakterköpfchen! E. huxleyi ist die zahlenmässig häufigste und eine der wenigen blütenbildenden Coccolithophoriden. Von diesen Kalkalgen sind mehr als 300 unterschiedliche Varianten bekannt.
Die einzellige Alge schwebt in den lichtdurchfluteten Schichten aller Weltmeere und hat – tatsächlich – globale Bedeutung. So ist sie ein wichtiger Bestandteil des marinen Nahrungsnetzes und spielt gleichzeitig eine bedeutende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Denn E. huxleyi fixiert einerseits über die Photosynthese gelöstes CO2, und anderseits führt die Kalkbildung zur Abgabe von CO2 an das Meerwasser. Diese Fähigkeit macht die Mikroalge für die Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung zu einem Modellorganismus, um grundlegende Prozesse im globalen Kohlenstoffkreislauf besser zu verstehen.
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