|
Iran: Religionsführer warnen vor Evangelisten
(27. April 2011/idea) – Im Iran nimmt der
staatliche Druck auf Christen zu. Hochrangige muslimische Religionsführer
warnen besonders vor Evangelisten. Trotzdem breite sich der christliche Glaube
in der Islamischen Republik aus, berichtet der iranische christliche
Informationsdienst „Mohabat News“.
Einer Lokalzeitung aus der Provinz Süd-Chorasan
zufolge habe der dortige Ayatollah Sobhani bei einer Zusammenkunft mit
Islam-Gelehrten vor „falschen Christen“ gewarnt. Diese Evangelisten hätten etwa
600 Personen in der Stadt Neyshabur (Provinz Razavi-Chorasan) bekehrt.
Auch in
Ghom - einer heiligen Stadt der Schiiten – sollen vor allem junge Iraner Christen
geworden sein. Nach Angaben von Mohabat News hat Gross-Ayatollah Vahid Khorasani
erklärt, er kenne die Zahl der Konvertiten; er habe sie aber nicht
preisgegeben. Khorasani habe sich beschwert, dass die Sicherheitskräfte nicht
streng genug gegen Evangelisten einschritten.
Wie der Informationsdienst dazu
anmerkt, zeigten die Äusserungen der Religionsführer, dass trotz zunehmender
Unterdrückung immer mehr Iraner bereit seien, den Glauben an Jesus Christus
anzunehmen. Besonders unter jungen Menschen finde das Christentum Verbreitung.
Von den 74,2 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der
Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es
bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |