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Familie unter Druck

(14. Juni 2011/tl.) – Die Eigenverantwortung der Familie kommt zunehmend unter Druck und wird zudem durch die Bildungspolitik beschnitten – zugunsten der Rechte des Staates.

 Der Lebensmittelpunkt von Kindern und Jugendlichen und die Vermittlung von Weltanschauung und Werten verlagern sich immer mehr vom Elternhaus und der Familie weg, hin zu staatlichen Bildungseinrichtungen. Das hat mit Anforderungen der Arbeitswelt zu tun, hat aber auch politisch-ideologische Gründe.

Exemplarisch zeigt sich dieser Wandel derzeit unter der neuen grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg. Es soll mehr Kinderkrippen geben, die Ganztagsschule soll Regelschule werden. Die Regierung wolle eine andere Bildungspolitik,  skizzierte ein Journalist die Pläne. Künftig solle die Gemeinschaftsschule «eine Hauptrolle» spielen, die Hauptschule «gar keine Rolle mehr», und die Gymnasien sollten ihre dominierende Rolle «nach und nach verlieren». In einem ersten Schritt wird die Stellung der Gymnasien geschwächt. Sie verlieren die unteren Klassen, diese werden der Grundschule zugeschlagen.

Das Geld für die Aufrüstung des Bildungssektors soll von Familien der Mittel- und Oberschicht kommen, die bislang besonders erfolgreich darin waren, ihrem familiären Erziehungs- und Bildungsauftrag nachzukommen. Im Bundesvergleich schnitten Schüler aus Baden-Württemberg und Bayern, wo bislang am dreigliedrigen Schulsystem aus Haupt- und Realschulen und Gymnasien festgehalten wurde, immer am besten ab.


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