Roboter erobern Haushalt, Landwirtschaft und Militär
(04. Juli 2011/fa.) – In den älter werdenden Gesellschaften entsteht ein grosser Bedarf an Robotern, die für Alltagsarbeiten im Haushalt eingesetzt werden können. Das erklärte der Amerikaner Rodney Brooks, einer der renommiertesten Robotiker weltweit. Infolge der Ein-Kind-Politik Chinas werde es dort eine grosse Nachfrage nach Haushaltsrobotern geben.
Brooks war Gast des schweizerischen Symposiums des Nationalen Forschungsschwerpunkts „Robotik“ an der ETH Zürich. Er glaube nicht daran, wie das viele japanische Unternehmen prophezeiten, „dass die Roboter unsere Freunde werden“. Aber sie könnten Menschen dabei helfen, länger „ihre Würde und Unabhängigkeit“ zu bewahren.
Etwa, indem sie Einkäufe eine Treppe hochtransportieren oder beim Putzen helfen. Auch in der Landwirtschaft werde der Einsatz von Robotern zunehmen, sagte Rodney Brooks. So könnten Robotersysteme anhand der gemessenen Feuchtigkeit auf den Feldern die richtige Menge Samen oder Dünger ausbringen. Auch die Traktoren fahren dann robotergesteuert, so der Wissenschaftler. Als einen wichtigen Bereich des Einsatzes von Robotern nannte der Forscher neben dem Haushalt und der Landwirtschaft auch das Militär.
Eine der grössten Herausforderungen bei der Entwicklung von Robotern sei die Wahrnehmung. Ein Reinigungscomputer müsse den Unterschied kennen zwischen einem Stapel Papier, einem Haufen Zucker und Wäsche kennen.
Rodney Brooks leitete bis 2007 das Labor für Computerwissenschaft und künstliche Intelligenz am
Massachusetts Institute of Technology (MIT) und gründete danach die Unternehmen i-Robot und Heartland Robotics. Er hat in seinem Privathaushalt einen Staubsaug-Roboter „Roomba“ und den Roboter „Scooba 230“ in Einsatz.
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