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SEA: Ausrufung von "Palästina" wäre gefährlich

(30. August 2011/fa.) – Im September wird die Palästinensische Autonomiebehörde möglicherweise einen Staat „Palästina“ ausrufen. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) übt in einem Schreiben an die schweizerische Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und an den Bundesrat Kritik an diesem Vorhaben.

Die Schweizerische Evangelische Allianz, in der reformierte Landeskirchen, Freikirchen und 170 christliche Organisationen vertreten sind, hält die einseitige Ausrufung eines Staates Palästina für gefährlich.

Einer Entwicklung in Richtung zu mehr Frieden werde damit nicht gedient. Die SEA appelliert in dem Schreiben an die Bundespräsidentin dafür, dass sich die Schweiz in einer eventuellen Abstimmung in der UN-Vollversammlung der Stimme enthält. Der von der palästinensischen Autonomiebehörde geplante Schritt beruhe nicht auf dem Willen zur Versöhnung.

Frieden könne nur auf dem Weg direkter Verhandlungen erzielt werden. Der geplante einseitige Schritt werde den Konflikt anheizen und in keinem Fall den Frieden fördern. Die Schweizerische Evangelische Allianz weist darauf hin, dass die einseitige Ausrufung eines Staates gegen Abmachungen und Verträge verstösst, die von den Palästinensern mit Israel geschlossen wurden.

Auch würde ein solcher Schritt der palästinensischen Bevölkerung nicht helfen. Die Ausrufung eines Staates birgt nach Ansicht der SEA auch deshalb „ein grosses Sicherheitsrisiko“, weil die Hamas, die im Gazastreifen herrscht, Israel kein Existenzrecht zubilligt.

Die SEA spricht sich für eine echte Versöhnung zwischen Palästinensern und Israelis aus, die der ganzen Region zu Gute komme. Sie begrüsst daher alle Engagements, die dabei helfen, Vertrauen zu festigen, Feindschaft zu überwinden und damit dem Frieden dienen.

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