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Somalia: Christ entführt und enthauptet
(15. September 2011/fa.) Im Südwesten Somalias ist ein Christ muslimischer Herkunft von radikalen Muslimen entführt und enthauptet worden.
Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, war Juma Nuradin Kamil mutmasslich von Anhängern der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab entführt worden. Mitglieder seiner Untergrundgemeinde fanden den Leichnam an einer Strasse am Rande der Stadt Hudur in der Region Bakool. Seinen Kopf hatten die Täter auf seine Brust gelegt.
Vor drei Jahren war Juma Nuradin Kamil zum christlichen Glauben gekommen. "Für die Al-Shabaab ist es üblich, diejenigen zu enthaupten, von denen sie annehmen, dass sie Christen geworden sind“, berichtet ein örtlicher Gemeindeleiter. Das ostafrikanische Somalia gilt als eines der Länder, in dem Christen extrem gefährdet sind.
Unter den rund neun Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern gibt es nur einige einheimische Christen. Sie müssen ihren Glauben im Verborgenen leben. Erst im April dieses Jahres ermordeten Al Shabaab-Kämpfer im Süden von Somalia einen 21-jährigen Christen vor seinem Haus. Hassan Adwe Adan aus Shalambod war ebenfalls ein Christ muslimischer Herkunft.
Anfang Januar wurde die 36-jährige Asha Mberwa aus der Ortschaft Warbhingly ebenfalls wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Der vierfachen Mutter wurde vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten. Erklärtes Ziel radikal-islamischer Al Shabaab-Kämpfer ist es, in Somalia einen islamischen Gottesstaat zu errichten.
Die Terrorgruppe, die Verbindungen zur Al Kaida unterhält, kontrolliert einen Grossteil von Südsomalia sowie Teile Zentralsomalias. Sie strebt den Sturz der Übergangsregierung an und will die strenge Anwendung der Scharia, des islamischen Rechtssystems,durchsetzen.
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