"Marsch für das Leben" in Zürich und Berlin
(19. September 2011/fa.) Es waren gegen 1500 Menschen in Zürich und 2100 in Berlin, die mit Kundgebungen und Märschen ein Signal setzten für das Leben und damit gegen Abtreibung und Sterbehilfe.
Elf Organisationen aus einem gemischt politisch-kirchlichen Umfeld standen als Trägerschaft hinter dem zweiten Lebensrechtsmarsch in Zürich. Dass der Anlass am 17. September ungehindert durchgeführt werden konnte, war nur dank eines massiven Polizeieinsatzes mit Tränengas und Wasserwerfern möglich.
Zwischen 100 und 200 Chaoten, ideell schon im voraus gepuscht durch die links-alternative Bewegung, hatten versucht, mit Lärminstrumenten und Feuerwerkskörpern den Anlass zu stoppen. Leider berichteten die Medien anschliessend anstatt über die Botschaft der Lebensschützer lediglich über die Tatsache der Ausschreitungen.
Der diesjährige „Marsch für s’Läbe“ griff auch das aktuelle Thema der vorgeburtlichen Selektion auf. Immer häufiger wird Menschen mit einer Behinderung (z.B. Down Syndrom, Spina Bifida, fehlende Extremitäten) das Recht verwehrt, das Licht der Welt zu erblicken. Das Parlament befürwortete die Präimplantations-Diagnostik. Wenn sich das Volk gegen diese Entwicklung nicht wehrt, wird der Druck der Krankenversicherer, nur noch gesunde Kinder zu gebären, zunehmen. Irgendwann wird es als ‚asozial‘ gelten, wer ein behindertes Kind zur Welt bringt.
Auf der von Daniel Regli moderierten Kundgebung auf dem Helvetiaplatz wies alt Nationalrat Christian Waber mit deutlichen Worten auf das Unrecht der Abtreibung hin. Eindrücklich waren auch die Lebensberichte verschiedener Menschen mit einer Behinderung und von betroffenen Eltern.
Nach ersten Äusserungen von OK-Präsident Daniel Regli will man trotz der massiven Angriffe auf dem Recht der freien Meinungsäusserung sowie auf dem Versammlungsrecht beharren. Deshalb wollen die Lebensschützer auch 10. Jahrestag der Fristenlösung wieder marschieren. Der „Marsch für s’Läbe“ 2011 habe sie motiviert, „künftig noch entschiedener dafür zu kämpfen, dass die Menschen in der Schweiz wieder uneingeschränktes Lebensrecht geniessen dürfen, und zwar vom Mutterbauch bis zum Sterbebett“, sagte Regli.
Beim diesjährigen "Marsch für das Leben", der am selben Tag in Berlin stattfand, zogen die Teilnehmer nach einer stündigen Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt am Reichstag vorbei zum Bebelplatz. Nach Polizeiangaben marschierten rund 2100 Menschen mit. Auch hier freuten sich die Organisatoren über die wachsende Zahl an Teilnehmern.
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