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Indonesien: Wachsender Druck auf Christen

(03. Oktober 2011/idea) – In Indonesien wächst der Druck auf die christliche Minderheit. Wie der katholische Fidesdienst (Rom) berichtet, werden in dem Land immer wieder christliche Kirchen geschlossen. Im vergangenen Jahr seien es 47 gewesen, in den ersten vier Monaten dieses Jahres allein neun.

Die Behörden auf Java und in anderen Provinzen begründeten das damit, dass es sich um „illegale“ oder „nicht genehmigte“ Kirchen handle.

In einem Papier, das dem Fidesdienst vorliegt, beklagt das „Jakarta Christian Communication Forum“ (Christliches Kommunikationsforum Jakarta), in dem sich Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen zusammengeschlossen haben, eine wachsende Diskriminierung von Christen. Man frage sich, warum nur Kirchen geschlossen würden und nicht auch andere Kultstätten.

Offiziell können Gottesdiensträume geschlossen werden, wenn es sich um „Wohnungen handelt, die ohne Genehmigung als Kultstätte benutzt werden“ und nicht über eine Mindestanzahl von 60 Gläubigen verfügen.

Doch meistens würden solche Beschlüsse gefasst, nachdem es zu Protesten durch radikalislamische Gruppen gekommen war, heißt es weiter. Das geschehe u.a. immer wieder in den Vorstädten von Jakarta, wo vor allem die islamistische Gruppe „Islamic Defenders Front“ (Islamische Verteidigungsfront) weit verbreitet ist.

„Christen werden oft als Ausländer betrachtet, die in ein Territorium eindringen“, so das Forum. Es möchte nun einerseits rechtliche Schritte ergreifen und die Behörden um Gehör bitten, sich andererseits um einen konstruktiven Dialog mit lokalen muslimischen Religionsführern bemühen, um die gegenseitige Verständigung zu fördern.

Von den 238 Millionen Indonesiern sind 88 Prozent Muslime und rund neun Prozent Christen. Außerdem gibt es Hindus, Buddhisten und eine kleine jüdische Minderheit.

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