|
Die Realität der Hölle
(7. November 2011/hs.) – Bei der Diskussion um die Realität der Hölle geht es um den Kern des Evangeliums. Niemand sprach so viel von der Hölle wie Jesus Christus selbst.
Sei es ein «höllisch» guter Film, ein «Höllentrip» oder eine «Feuerhölle»: Wir lesen am laufenden Band von der Hölle. Nur – so viel wir darüber schreiben, lesen und reden, so wenig glauben wir an ihre reale Präsenz. Erst wenn der Tod uns gegenübertritt, kann die Konfrontation mit dem Jenseits durchaus sehr unangenehm ausfallen. Gunter Sachs, dessen selbst gewählter Ausstieg aus dem Leben Schlagzeilen machte, hatte fünf Jahre zuvor die Frage «Haben Sie Angst vor dem Tod?» wie folgt beantwortet:
«Nein. Wie alle Menschen hoffe ich, dass er schnell kommt. Lieber Formel 1 als SBB. Im Übrigen: Ich glaube nicht an ein zweites Leben und an die Transzendenz der Seele – so wenig wie die meisten meiner Freunde aus der Naturwissenschaft. Alles ist endlich. Warum sollten gerade wir unsterblich sein? Der Gedanke vom ewigen Leben wäre mir unbehaglich.»
Diese Antwort ist ehrlich. Und weil wir uns angesichts des Todes unbehaglich fühlen, blenden wir den Gedanken vom ewigen Leben – und erst recht von einer ewigen Hölle – aus. C. S. Lewis meinte, es gebe zwei Strategien, die dem Teufel entgegenkommen:
«Es gibt zwei Irrtümer über die Teufel, in die das Menschengeschlecht leicht verfällt. Sie widersprechen einander und haben doch dieselbe Auswirkung. Der eine ist, ihre Existenz überhaupt zu leugnen. Der andere besteht darin, an sie zu glauben und sich in übermässiger und ungesunder Weise mit ihnen zu beschäftigen. Die Teufel selbst freuen sich über beide Irrtümer gleichermassen. Sie begrüssen den Materialisten wie den Anhänger der schwarzen Magie mit demselben Vergnügen.»
Jesus sprach viel von der Hölle Innerhalb der Bibel ist es Jesus, der am meisten von der Hölle spricht. Bedenken wir, welche Qualen er selbst durchlitt: Der Sohn Gottes, der um unsertwillen arm wurde, damit wir durch seine Armut reich würden (2. Kor. 8,9), entäusserte sich völlig und nahm die Gestalt eines Sklaven an (Phil. 2,7). Er lernte an dem, was er litt, den Gehorsam (Hebr. 5,7 und 8) und flehte darum, dass der Todeskelch an ihm vorübergehe (Matth. 26,39). Doch er tat den Willen seines Vaters und ging ans Kreuz, wo er das unvorstellbar Schmerzliche erleiden musste: von seinem Gott und Vater verlassen zu werden. «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» (Matth. 27,46). Mit dem Blick auf das Ziel, viele Söhne zur Herrlichkeit zu führen, ertrug er das Kreuz (Hebr. 12,2 und 2,10).
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 07/2011 oder laden Sie ihn als PDF herunter.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |