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Palästinenser: Qumran soll Weltkulturerbe werden

(03. November 2011/fa.) –   Qumran, die Fundstätte der für Christen und Juden weltweit bedeutendsten archäologischen Objekte, wird zukünftig möglicherweise von Palästinensern verwaltet. 1947/48 wurden hier die ältesten bekannten Abschriften der Bibel entdeckt.

Die Palästinensische Autonomiebehörde will bei der Weltkulturorganisation UNESCO die Aufnahme Qumrans auf die Liste des Weltkulturerbes beantragen und die Stätte in einem künftigen Palästinensserstaat verwalten. Qumran liegt am Nordwestufer des Toten Meeres.

Hier wurde auch eine aus der Zeit um 200 v. Christus stammende mehr als sieben Meter lange Rolle mit dem gesamten Jesajatext entdeckt. Diese Schriftrolle ist hervorragend erhalten. Der Fund zeigt, dass die Bibeltexte immer mit äusserster Sorgfalt kopiert wurden. Sie belegen die Echtheit der biblischen Texte, die Genauigkeit ihrer Übertragung.

Manche Christen und Juden erfüllt der Gedanke, dass Muslime möglicherweise die Oberhoheit über Qumran erhalten, mit Sorge. Sie fragen sich, ob es auch unter palästinensischer Verwaltung möglich sein wird, die Fundstätte ungehindert besuchen zu können. In den vergangenen Jahrzehnten zerstörten Muslime immer wieder archäologisch bedeutsamste Ausgrabungen, weil diese die jahrtausendealte Geschichte der Juden in Israel dokumentieren.

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