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Explosionen, Druck und jetzt auch Sanktionen

(19. Dezember 2011/tl.) – Explosionen, diplomatischer Druck, Sanktionen: Für Irans Diktator Ahmadinedschad wird die Luft eng.

Die Uneinigkeit des Westens und seine Blauäugigkeit waren das grösste aussenpolitische Kapital des iranischen Mullahregimes. Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde den Iran beschuldigt, mit seinem Programm zur Erlangung von Nuklearwaffen weit fortgeschritten zu sein, wendet sich das Blatt für Ahmadinedschad.

Ende November ereigneten sich in einer Produktionsstätte für Raketen unweit von Isfahan schwere Explosionen. Satellitenaufnahmen, die vom Washingtoner «Institute for Science and International Security» (ISIS) veröffentlicht wurden, zeigen, dass mehrere Gebäude auf dem weitläufigen Gelände zerstört wurden. Einer der leitenden Experten des ISIS, Paul Brannan, berichtete, dass sich die Explosionen ereigneten, als der Iran einen «Meilenstein» in der Entwicklung einer neuen Rakete vermeldet hatte. Bei den Explosionen starb auch der Chefentwickler der neuesten Raketengeneration, Hassan Tehrani Moquaddam. Iran sprach von einem Unfall beim Verladen von Sprengstoff.

Die Ursache der Explosionen ist unbekannt. Der Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff warnt davor, reflexartig Israel dafür verantwortlich zu machen. Weltweit hätten noch eine ganze Reihe weiterer Staaten grosses Interesse daran, einen atomar ausgestatteten Iran zu verhindern, etwa Saudi-Arabien und auch die Europäer. Auch sei europäischen Sicherheitskräften klar, dass iranische  Raketen problemlos europäische Grossstädte wie Berlin erreichen können. Zitiert wird auch der frühere Direktor von Israels Nationalem Sicherheitsrat: «Vielleicht ist es die Hand Gottes?!»

Zwei Wochen nach diesen Zerstörungen erschütterten Explosionen die Urananreicherungsanlage bei Isfahan. Das iranische Regime sprach zunächst von einer Militärübung und dementierte den Vorfall später. Wahrscheinlich befürchtet das Regime, dass die Nachricht der Oppositionsbewegung auf den Strassen Hoffnung und neuen Auftrieb geben könnte.

Iran finanziert Terror in Nahost, in Südamerika, ist für Anschläge unter anderem in Berlin (1986, drei Tote) und Buenos Aires (1994, 85 Tote) verantwortlich. Drahtzieher des Anschlages in Buenos Aires ist der heutige iranische Aussenminister Vahidi. Nach dem Angriff auf die britische Botschaft durch einen aufgewiegelten Mob scheint der Westen zum Handeln entschlossen.

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