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Schweizer Muslimführer: Zweite Frau geheiratet

(25. Januar 2012/fa.) – Wie die „Sonntagszeitung“ berichtet, haben sich Nicolas Blancho und Quaasim Illi vom Islamischen Zentralrat der Schweiz je eine Zweitfrau zugelegt und sich mit diesen von einem Imam vermählen lassen. Im Sommer will der IZRS ein „Muslim TV“ starten.

Parallelgesellschaft und Polygamie. Der Islamische Zentralrat der Schweiz gerät in die Schlagzeilen. Diesen Sommer will der IZRS unter Präsident Nicolas Blancho einen Internetfernsehkanal starten. Das Muslim-TV sei «in der Realisierungsphase», sagte IZRS-Vorstandsmitglied Qaasim Illi. Auf dem Programm stehen ein Polit-Talk, ein «vertiefendes Wochenmagazin aus islamischer Perspektive» und «Serienpredigten». Laut Illi wird vorwiegend auf Deutsch gepredigt, aber auch in Arabisch, Bosnisch und Albanisch, jeweils mit deutschen Untertiteln. Fernsehstudio und Produktionsraum sollen bis im Sommer fertig sein. Kostenpunkt: 60 000 Franken. Gemäss „Sonntagszeitung“ sind weitere Projekte in Planung: Eine Moschee, eine Koranschule und ein islamisches Frauenhaus.

Aus den Reihen des IZRS sollen aber vermehrt kritische Stimmen gegen den Aufbau einer Parallelgesellschaft und nun auch gegen Polygamie kommen. Die Rede ist von „militärischen Strukturen“. Im November 2011 soll Blancho den Aktivmitgliedern geschrieben haben, «dass alle ihre Freizeit aufopfern müssen». Er erteilte die «Anordnung», «mindestens einmal in 24 Stunden» auf Facebook das IZRS-Profil aufzurufen und bei neuen Artikeln auf «gefällt mir» zu klicken. «Unbegründete Missachtungen werden vermerkt», schreibt er. Bei einer «Häufung von Missachtungen» würden «Disziplinarmassnahmen» ergriffen.

Die „Sonntagszeitung“ zitiert eine Frau, die aus Angst vor Drohungen gegen die Familie anonym bleiben will. Sie stört sich an der Arroganz der IZRS-Führung. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Beziehungen von Illi und Blancho: Sie hätten sich Zweitfrauen zugelegt und 2011 von einem Imam vermählen lassen. Blancho und Illi nehmen dazu keine Stellung. Illis erste Frau Nora soll mit den vier Kindern in Kairo leben, wo die Kleinen islamische Kindergärten in arabischer Sprache besuchen. Illi wohnt in Bern mit Zweitfrau Hanna S. zusammen. Blancho habe seine erste Frau samt Kindern in Biel sitzen gelassen und kümmere sich kaum mehr um sie. Er lebe mit seiner Zweitfrau, einer jungen albanisch-stämmigen Schweizerin, in Bern. So die Informationen der „Sonntagszeitung“.



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