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Zentralasien: Eingeschränkte Freiheit

(02.Februar 2012/apd.) - Auf die schwierige Situation der Christen in Zentralasien macht die Aktion Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen Usbekistan und Kasachstan. Bei letzterem gelte seit Oktober 2011 ein neues restriktives Religionsgesetz. Ohne eine staatliche Registrierung dürfe in Kasachstan keine religiöse Literatur veröffentlicht, importiert oder verbreitet werden.

In öffentlichen Buchläden gebe es keine Bibeln zu kaufen, berichteten die Bibelgesellschaften aus Zentralasien. Sie seien oft die einzige Anlaufstelle für die Heilige Schrift. „In Schulen ist die Bibel verboten, und es gibt keinen Religionsunterricht für Christen“, sagte Khalmat Ashirov, Leiter der Bibelgesellschaft in Usbekistan, mit Blick auf seine Heimat. Die Bibel könne aber bei Jugendfreizeiten und an Kinder in Waisenhäusern weitergegeben werden.

In Kasachstan zwinge ein neues Gesetz alle Religionsgemeinschaften, sich registrieren zu lassen. Religionsausübung in der Öffentlichkeit sei untersagt. Bei Zuwiderhandlung drohten hohe Geldstrafen oder sogar ein Verbot der Religionsgemeinschaft. In Kasachstan gebe es nur drei christliche Buchläden, berichtet die Aktion Weltbibelhilfe. Einige Christen reisten von weit her an, um dort eine Bibel zu bekommen.

Mit einer Spendenaktion unterstützt die Weltbibelhilfe Projekte in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Die Bibelgesellschaften stellen unter anderem Bibeln und biblische Kinderbücher für christliche Jugendlager bereit. Ausserdem werden Kinderbibeln und Bibelpakete für Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt.



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