Schweiz: Grenzenlos schamlos
(17. Februar 2006/rh.) - Noch bis Sonntag findet in der Bea-Halle in Bern die „Amor“-Messe statt, Thema ist Sex. Dabei wird ein Tabu gebrochen: Jetzt sind es nicht mehr nur Nackttänzerinnen, die sich auf der Bühne präsentieren, sondern Paare die Geschlechtsverkehr vor den Augen der Besucherinnen und Besucher abhalten. Und niemand protestiert.
In der Schweizer Hauptstadt fallen die letzten Hemmungen. Der Schutz der Intimität wird zerrissen. Menschen präsentieren den Sexualakt tierisch öffentlich, im Stundentakt, im Rahmen einer sogenannten „Erotik-Messe“.
Solche finden schon seit einigen Jahren im Lang mit dem Kreuz in der Flagge statt. Aber Live-Sex, das gibt es zum ersten Mal in einem solchen Rahmen. Solange Darsteller und Besucher über 18 Jahre alt sind und keine Gewalt angewendet wird, ist dies gesetzlich erlaubt.
Welche Auswirkungen hat die staatlich sanktionierte Unmoral auf Ehen, Familien und Kinder? Niemand scheint sich mehr Gedanken darüber zu machen. Kein Protest erhebt sich gegen die Schamlosigkeit. Die meisten Besucher sagen über ihr Motiv, zu dieser Messe zu kommen: „Wir wollten mal sehen, was es so alles gibt.“ Einer der Aussteller, der in ganz Europa an solchen Messen teilnimmt, sagte gegenüber einem Journalisten des "Blick": „Die Schweizer sind am hemmungslosesten.“
Das biblische Wort analysiert diese gesellschaftliche Entwicklung mit solcher Deutlichkeit, dass sich jeder andere Kommentar erübrigt: „Und da die Menschen es nach ihrem eigenen Urteil nicht nötig hatten, Gott anzuerkennen, hat Gott sie ihrem Verstand preisgegeben, der zu keinem vernünftigen Urteil mehr fähig ist, sodass sie Dinge tun, sie sie nie tun dürften. Es gibt keine Art von Unrecht, Bosheit, Gier oder Gemeinheit, die bei ihnen nicht zu finden ist. Ihre Leben ist voll von Neid, Mord, Streit, Betrug und Hinterhältigkeit. Sie reden abfällig über ihre Mitmenschen und verleumden sie. Gottesverächter sind sie, gewalttätige, arrogante und grosstuerische Menschen, erfinderisch, wenn es darum geht, Böses zu tun. Sei gehorchen ihren Eltern nicht und sind unbelehrbar, gewissenlos, gefühllos und unbarmherzig. Und obwohl sie genau wissen, dass die, die so handeln, nach Gottes gerechtem Urteil den Tod verdienen, lassen sie sich nicht von ihrem Tun abbringen, im Gegenteil, sie finden es sogar noch gut, wenn andere genauso verkehrt handeln“ (Römer 1,28 bis 32 NGÜ).
Seit der Abwendung von Gott, ist nichts mehr heilig. Haben die Schweizer neben dem Bankgeheimnis denn keine anderen Werte mehr, die sie verteidigen?
Bei der Sexualität scheint es hierzulande nur noch um den „Kick“ zu gehen. Von gelingenden Beziehungen, von Verantwortung und von Kinderkriegen und grossziehen spricht man in diesem Zusammenhang nicht mehr. Dass an öffentlichen Messen Sexualakte als Show präsentiert werden, ist unerhört. Das wird die nächste Generation mitprägen. Respekt dürfen wir Älteren von den Jüngeren aber nicht mehr erwarten.
Wie sagte doch Sigmund Freud - übrigens als andere als ein Christ - ? "Der Verlust der Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn."
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