Vom „Dan Brown-Jesus“ zum echten
(11. Mai 2006/fa.) - Der Bestseller „Sakrileg“ und dessen Verfilmung „The Da Vinci Code“, die in einer Woche in Schweizer Kinos zu sehen ist, sei als das zu betrachten, was er ist: Ein Roman. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ruft dazu auf, sich vom In-halt der fiktiven Story nicht verunsichern zu lassen, sondern die Gelegenheit zu nutzen, nach der wahren Geschichte von Jesus zu fragen.
Eigentlich müssten sich Kirchen und christliche Stellen nicht mit einem Roman befassen, schreibt die SEA in ihrer Stellungnahme. Auch dann nicht, wenn es darin um abstruse Geschichten über Jesus und Maria Magdalena oder wilde Phantasien über die Anfänge des Christentums und die Entstehung der Bibel geht. Doch weil der Autor Dan Brown so tue, als basiere seine Geschichte auf Tatsachen, sei die Kirche herausgefordert, die Falschaussagen in der Öffentlichkeit zu korrigieren.
Dies tut die Evangelische Allianz mit einer 14-seitigen Stellungnahme unter dem Titel „Der Jesus-Code“. Das Papier greift die Aussagen von „Sakrileg“ über das Christentum auf und widerlegt sie. Im Anhang ist die Geschichte von Jesus nachzulesen. Dort sind einige Belege für seine Historizität sowie für die wissenschaftliche Zuverlässigkeit der biblischen Schrif-ten aufgelistet. Geklärt wird auch die Frage, wer Maria Magdalena in Wirklichkeit war, beziehungsweise was man von ihr weiss.
Der SEA betont in ihrer Stellungnahme, das Interesse an Film und Buch „The Da Vinci Code“ als Chance für den christlichen Glauben zu sehen. Sie ruft Christen und Kirchen auf, die Fragen des Publikums aufzunehmen und sie im biblischen Sinne zu beantworten. Es gelte, das Thema in Gottesdienste und Veranstaltungen aufzugreifen und mit interessierten Menschen das Gespräch zu suchen.
Neben den historischen Fakten sei das Bekenntnis, was der einzelne Christ mit Jesus ganz persönlich erfahren hat, wohl das stärkste Argument gegen die vermeintlichen „Wahrheiten“ des Films.
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