Medienkunde muss Teil der Erziehung werden
(15. Mai 2006/ssf/im.) - Der Filmkritiker Ted Baehr sprach in Zürich an der Veranstaltung der Schweizerischen Stiftung für die Familie (SSF). Der einzigartige Kenner der Mechanismen von Hollywood ist in seiner Wirkung auf die US-Filmproduktion nicht zu unterschätzen.
Ted Baehr ist von der Werte- und Kultur-prägenden Wirkung des Films tief überzeugt. Die Medien verstärkten gesellschaftliche Probleme, könnten aber auch Werte stützen.
Der „Filmkritiker Gottes in Hollywood“, wie er auch genannt wird, hat einen unbestreitbaren Einfluss auf die Arbeit in der Filmmetropole. Seine Agentur Movieguard bringt regelmässig Kritiken und bewertet neue Filme auf Ihre Familien- bzw. Jugendtauglichkeit. Ted Baehr, der auch Professor für Medienkunde in Berkeley ist, setzt sich gleichzeitig für bessere Filme und für eine bessere Kenntnisse der Wirkungen der Medien auf Kinder und Jugendliche ein. Einflussreich ist sein Bestseller „The Mediawise Family“, mit dem er die Eltern medienkundig macht. Für gute Filme verleiht er – im Stile der Oscar-Verleihungen –, einen eigenen Award, den Teddy Baehr.
Baehr belegte, dass gute Familienfilme in den USA erfolgreicher sind als Sex- und Gewaltproduktionen. Er weist nach, dass seit der Aufnahme seiner Tätigkeit in Hollywood die Sensibilität für gute Filme mit christlichen Werten stark gestiegen ist und ihr Anteil heute über 40 Prozent ausmacht. Seine Agentur bewertet jeden neuen Film aus christlicher Sicht, zum Beispiel nach seinem Gehalt an Gewalt- und Sex. Baehr beschreibt in seinen Büchern die Wirkung der Medien auf die Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen. Schockierende Bilder, Gewalt und Sex wirken sich auf die Seele der Heranwachsenden je nach Alter sehr unterschiedlich aus. Eltern sollten sich dessen bewusst sein und selbst eine konsequente Medienerziehung betreiben. Diese kann darin bestehen, Kinder vor schlechten Produktionen zu bewahren, oder – im Teenager-Alter – sich über die Videos und Fernsehfilme selbst ein Bild zu machen, aufzuklären und mit dem Nachwuchs über die im Film auftauchenden Helden und deren Werte zu sprechen.
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