Schweiz: Minarette spalten
(09. März 2007/rh.) - Die Minarettfrage spaltet die Schweiz. Der Riss geht auch durch die Reihen der Christen.
In der Schweiz leben rund 340 000
Muslime. Machten sie 1990 noch 2,2 Prozent der Bevölkerung aus, waren
es im Jahr 2000 bereits 4,3 Prozent. Moscheen mit Gebetsraum und
Minarett gibt es trotzdem erst zwei – eine in Genf und eine in Zürich.
Die meisten der 200 islamischen Vereine versammeln sich in
Industriequartieren. Einige der islamischen Kulturvereine brauchen
jetzt mehr Platz. Ihre Ausbaupläne sehen nicht nur grössere
Versammlungsräume vor, sondern immer häufiger auch den Bau von
Minaretten. Diese Türme werden den Islam in der Schweiz sichtbar machen.
Ein
Minarett ist jener Turm, von dem aus der Muezzin zum Gebet ruft. Im
Koran ist das Minarett nicht erwähnt. Es entstand erst nach Mohammeds
Tod unter den Kalifen von Bagdad als Standortzeichen der Moschee. Das
gewachsene Selbstbewusstsein der islamischen Gemeinschaft verunsichert
die Schweizer Bevölkerung. Das Bedürfnis nach Aufklärung über den Islam
und seine Ziele wächst. Ängste im Zusammenhang mit dem
selbstmörderischen Islamistenterror stehen im Raum, dazu die
Unsicherheit, wie Muslimen zu begegnen ist. Die Minarettfrage macht
diese Verunsicherung zum Thema. mehr...
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