|
Grosses Interesse an Schöpfungsforschung
(10. April 2007/rh.) – Grosses Interesse an der Arbeit des schöpfungsorientierten Institute for Creation Research (ICR). Webseite wurde von 3 Millionen Menschen besucht.
In seinem Jahresbericht 2006 meldet das „Institute for Creation Research“ (ICR), seines Zeichens die grösste kreationistische Organisation in den USA, einige bemerkenswerte Zahlen. So wurde die ICR-Webseite von rund 3 Millionen Menschen besucht. Zu den Vorträgen von ICR-Vertretern erschienen 63000 Interessierte. Die wöchentliche Radiosendung mit Schöpfungsthemen wurde von 1500 Radiostationen gesendet. Die Monatszeitschrift „Acts and Facts“ wurde an 100000 Menschen verschickt und vier Bücher wurden herausgegeben.
Besonders erwähnte ICR-Präsident John D. Morris die RATE-Forschergruppe (RATE steht für Radioisotopes and the Age of The Earth), welche die radiometrischen Methoden zur Altersbestimmung untersuchte. Die RATE-Forscher brachten ein 8-jähriges Forschungsprogramm zu einem vorläufigen Abschluss. In verschiedenen Seminaren wurden die aufsehenerregenden Resultate der Öffentlichkeit bereits präsentiert. Gemäss Morris hätten mehrere Entdeckungen die Vermutungen bestätigt, dass sich die Zerfallsrate von unstabilen Elementen im Verlauf der Zeit verändert hat. Dass stellt die Datierungen mit Radioisotopen zumindest in Frage. Eine Zusammenfassung des RATE-Projekts gibt es in deutscher Übersetzung.
Die deutsche schöpfungsorientierte Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“, bzw. deren Fachgruppe „Physik und Kosmologie“ meinte in einer ersten Stellungnahme zum RATE-Projekt: „Es gibt sehr interessante Ansätze, die weiter untersucht werden sollten.“ Die amerikanische Euphorie des RATE-Teams wird allerdings nicht geteilt, nach der man eindeutig bewiesen habe, dass Gesteine jünger als 10.000 Jahre sind. „Dafür reicht das Ergebnis nicht aus.“ Dazu müsste gemäss der von Peter Korevaar geleiteten Fachgruppe folgendes gemacht werden:
- Literaturrecherche bzgl. erhöhter Heliumgehalte in Gesteinen anderer Tiefbohrungen und Wiederholung der Berechnungen, ggf. neue Messungen an geeigneten Proben - Eingehende Untersuchungen zu Radioaltern, abhängig von Atomgewicht und Zerfallsart - Ausschliessen von Verunreinigungen als Erklärung für 14C-Mengen in Diamanten
Das RATE-Team selbst stellte weitere Untersuchungen zumindest zum zweiten Punkt in Aussicht. Ob an den anderen Punkten weitergeforscht wird, ist unklar.
Die Arbeit der RATE-Gruppe hat ICR zur Gründung weiterer Forschungsteams ermutigt: Mit der FAST-Gruppe (Flood Activated Sedimentation and Tectonics) soll die Flutgeologie vorangetrieben werden. Die GENE-Gruppe wird das menschliche Genom untersuchen.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |