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Schweizer TV zeigt EDU als mordende Vampirjäger

Bild: SF TV (23. April 2007/rh.) – In einem Beitrag in der Satire-Sendung „Punkt CH“ werden Vertreter der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) in schwarzen Mänteln und mit Maschinengewehren um sich schiessend dargestellt – am Ende sogar als Mörder.

Dass die christliche Partei, die EDU, fast 50000 Unterschriften gegen den mit okkulten Aufforderungen versetzten Eurovisions-Song „Vampires are alive“ von DJ Bobo sammelte, stachelte die Produzenten der Satire-Sendung „Punkt CH“ zu einem bitter-bösen Beitrag an.

Drei EDU-Leute – zwei Männer und eine Frau – werden als „Vampirjäger“ dargestellt. Mit schwarzen Mänteln und Maschinengewehren durchkämmen sie die Gegend auf der Suche nach Satanischem. So wird in Anspielung auf die Zahl 666 das Zürcher Tram mit der Nummer 6 beschossen und in einem Lebensmittelladen Teigwarenregale mit „Hörnli“ – weil man Hörner im Volksmund ja dem Teufel zuschreibt.

Doch nicht genug: Die drei Protagonisten töten am Ende den Mitarbeiter eines Blutspendezentrums. In ihm sehen sie einen Blutsauger, einen Vampir und schlagen ihm einen Holzpflock ins Herz, so dass sein Blut die Akteure vollspritzt. - Anschliessend kehren die drei zurück an eine Sitzung. Bei der Verabschiedung wird dann Heuchlerei suggeriert, indem die Frau beim Freundschaftskuss ihr Vampirgebiss zeigt.

Selbstverständlich wird man auch in diesem Fall – wie beim kritisierten Lied von DJ Bobo – sagen, dass es sich um künstlerische Freiheit und einen satirischen Beitrag gehandelt habe. Es sei eine Persiflage gewesen, eine nicht ernstzunehmende Veräppelung zum Schmunzeln. Doch beim Verfolgen dieses Beitrags wurde es Menschen, denen gesellschaftliche Werte und die Kategorien von gut und böse wichtig sind, mehr als mulmig.

Nicht DJ Bobo und sein Okkult-Thema wurden angeprangert, sondern diejenigen, die dagegen protestierten. Die Werte wurden auf selten so offensichtliche Weise auf den Kopf gestellt – der Teufel stand oben und Gott unten.

Die bildliche Gleichstellung der EDU-Vertreter mit selbstmörderischen Amokläufern in schwarzen Mänteln, die wie Wahnsinnige um sich ballern, völlig fehlgeleitet handeln und letztlich töten, geht weit über den an sich schon oft fragwürdigen Geschmack der Schweizer Satire-Sendung hinaus.

Die betroffene EDU nahm bislang nicht öffentlich Stellung dazu. Die Sendung soll am 24. April, um 14 Uhr 50, wiederholt werden. Lässt sich das noch verhindern? Reagieren und die Meinung gegenüber den Sendeverantwortlichen beim Schweizer TV abgeben, sollten alle von diesem Beitrag Entsetzten auf jeden Fall.

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