Internetkriminelle benutzen Schultragödie
(23. April 2007/fa.) - Wenige Stunden nach dem Massaker an der Technischen Hochschule im amerikanischen Blacksburg waren Spam-E-Mails im Umlauf, die den Amoklauf als Deckmantel nutzten. Hinter dem Videolink versteckt sich ein Bankentrojaner.
Wie Pressetext.at meldet, sei mittlerweile eine Flut an Spam-Mitteilungen im Umlauf mit einem vermeintlichen Videolink zum Massaker an der US-Universität. Beim Anklicken des Links, der auf die Datei "terror_em_virginia.scr" verweist, bekommt der E-Mail-Empfänger allerdings kein Videomaterial zu Gesicht. Vielmehr installiert sich ein bekannter Bankentrojaner, der in der Lage ist, Passwörter, User-Namen und Kontonummern zu stehlen. Vorerst sind diese E-Mails nur in portugiesischer Sprache aufgetaucht. Doch kann eine weitere Mail-Welle in anderen Sprachen nicht ausgeschlossen werden.
"In letzter Zeit häufen sich die Vorfälle, bei denen grosse Medienereignisse noch am selben Tag von kriminellen Kräften ausgenutzt werden", erklärte Sophos-Sicherheitsexperte Graham Cluley im Interview mit Pressetext. Ähnliches wurde bereits rund um den Hurrikan Katrina, den Concorde-Absturz oder in der Orkannacht des Herbststurms Kyrill.ar sei, könne man davon ausgehen, dass einige als falsche Wohltätigkeits- und Spendenseiten im Netz auftauchen werden. Im Falle der Londoner Bombenattentate im Sommer 2005 seien kurze Zeit danach auch sogenannte Nigeria-Briefe im Umlauf gewesen, in denen Hinterbliebene um Hilfe für Transaktionen baten, so Cluley gegenüber pressetext.
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