|
Kindsmissbrauch in Second Life
(08. Mai 2007/idea) - In der künstlichen Internetwelt Second Life (Zweites Leben) werden virtuelle Kinder von Teilnehmern sexuell missbraucht und vergewaltigt.
Das berichtete das ARD-Magazin Report Mainz am 7. Mai. Es dokumentierte, dass ein Second-Life-Nutzer aus Deutschland mit kinderpornografischen Inhalten gehandelt hat.
Die Staatsanwaltschaft Halle/Saale leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein. Report Mainz zufolge gibt es etliche Nutzergruppen, deren Mitglieder kindliche Spielfiguren gegen Geld sexuell missbrauchen.
Der Psychiater Lutz-Ulrich Besser (Isernhagen bei Hannover) vom Zentrum für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen sagte dazu dem Magazin: „Wenn man sich dann vorstellt, dass dort hinter diesen Spielfiguren reale Menschen stehen, die sozusagen diese Figuren und die Befehle und das, was dort an sexueller Ausbeutung und Erniedrigung passiert, auch noch steuern, dann sind das wirklich Anleitungen zu sexueller Ausbeutung, zu sexuellen Verbrechen an Kindern.“
Der Second-Life-Programmierfirma Linden Lab kündigte an, dem Spiel ein System vorzuschalten, dass das Alter der Mitspieler feststellt. Damit soll Kindern und Jugendlichen der Zugang zu bestimmten Bereichen verwehrt werden.
Jugendschützern geht das aber nicht weit genug. Der Leiter der für den Jugendschutz im Internet zuständigen Behörde jugendschutz.net, Friedemann Schindler (Mainz), forderte in dem Beitrag den Betreiber auf, sexuelle Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen durch eine entsprechende Programmierung zu unterbinden.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |