Mainz: Diskussion über Second Life
(04. Juni 2007/fa.) - Die Computerwelt "Second Life" beschäftigt immer breitere Kreise. Das 8. Mainer Mediengespräch steht unter dem Titel "Second Life - ein zweites Leben, eine neue Welt?"
Experten aus Wissenschaft, Medien und Politik diskutieren am Montag, 11. Juni, an der Universität Mainz über reale Herausforderungen der virtuellen Welten.
Avatare, Linden-Dollars, virtuelle Bordelle, virtueller Wahlkampf, virtuelle Erfolge, virtuelle Gewinne, realer Gewinn und reale Probleme? Bis vor kurzem von der Mehrheit der Bevölkerung völlig unbemerkt hat sich eine "zweite Welt" etabliert: Second Life, eine Web-3 D Simulation für eine virtuelle Internetgemeinschaft. Eine Art moderner Comic zum Mitleben oder knallhartes Geschäft? Experten aus Wissenschaft, Medien und Politik diskutieren beim 8. Mainzer Mediengesprächs am Montag, 11. Juni, ab 16 Uhr in der Alten Mensa, Atrium maximum, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema "Second Life. Ein zweites Leben, eine neue Welt? Virtuelle Welten - reale Herausforderungen".
Soweit es um das Recht geht, stellt sich die Frage, ob die virtuelle Welt (inneren) rechtlichen Bindungen unterliegt oder ob lediglich das Vertragsverhältnis zwischen Spieler und LindenLab als Betreiber von "Second Life" einschlägig ist. Sind beispielsweise Urheberrechtsverletzungen in "Second Life" sanktionslos? Sind Abmahnungen möglich? Müssen Gewinne aus "Second Life" real versteuert werden? In "Second Life" gibt es Sportwetten aller, auch illegaler Art. Ist das zulässig? In "Second Life" kann man in ein virtuelles Kino gehen und für 10 Cent die Stunde - ohne Altersprüfung - reale Pornofilme ansehen. Gibt es einen Jugendschutz in "Second Life"? Was ist mit dem Datenschutz in der virtuellen Welt? Wie geht man mit Straftaten um? Kann in "Second Life" eine eigene Rechtsordnung etabliert werden? Käme dies dann einer Enteignung des Betreibers LindenLab gleich?
Die Titelgeschichte des Magazins "factum" 04/2007 befasst sich ebenfalls mit "Second Life".
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