Helmut Schmidt: Den Glauben verloren
(13. Juni 2007/fa.) - Helmut Schmidt glaubt nicht mehr an Gott. «Er hat schlimme Dinge zugelassen», sagte der ehemalige deutsche Bundeskanzler. Halt gebe ihm ein Mensch.
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat seinen Glauben an Gott verloren. Das meldet die „netzzeitung.de“. «Ich würde mich heute nicht mehr auf Gott verlassen. Er hat schlimme Dinge zugelassen, er hat Auschwitz zugelassen», sagte Schmidt laut Mitteilung in der vorab aufgezeichneten ARD-Sendung «Menschen bei Maischberger». Persönlichen Halt gebe ihm nicht die Religion, sondern seine Frau Loki, mit der er am 27. Juni Eiserne Hochzeit feiert.
Schmidt scheitert an der Theodizee-Frage. Als Begründung für sein Misstrauen gegenüber Gott nennt er von Menschen verursachtes Elend. Er vertraut seiner Frau, das ist schön. Aber kein Mensch kann Gott ersetzen. Gottes Liebe überstrahlt alles. Und denen, die Gott lieben, gilt Gottes Verheissung, dass er ihnen in Christus alles schenkt (vgl. Römer 8.28 und 32). „Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Röm. 8, 37 bis 39). Ohne Hinwendung zu Christus, findet ein Mensch keine Vergebung.
Schmidt äusserte sich besorgt darüber, dass heute weltweit eine Politikergeneration am Ruder sei, die selbst keine persönliche Kriegserfahrung habe, für die Krieg aber wieder zum politischen Mittel geworden sei. «Es ist leichter, in einen Krieg zu gehen, als anständig wieder herauszugehen», sagte Schmidt, der selbst im Zweiten Weltkrieg Oberleutnant war.
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