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Zwei Drittel der Amerikaner glauben an Schöpfung
(15. Juni 2007/rh.) – Politiker sind dagegen. Die Medien verweigern sich. Die Wissenschaft spottet. Die Justiz verbietet den Unterricht. Doch Tatsache bleibt, dass die Mehrheit der Amerikaner überzeugt ist, dass Gott Himmel und Erde schuf.
Eine anfangs Juni vom Gallup-Institut in Zusammenarbeit mit dem Magazin “USA today” durchgeführte repräsentative Umfrage, ergab, dass 66 Prozent, also zwei Drittel, aller Amerikaner glauben, dass „Gott den Menschen erschuf innerhalb der letzten 10000 Jahre“.
Gefragt wurde nach den beiden unterschiedlichen Ansichten über den Ursprung und die Entstehung des Lebens auf der Erde. Zur Evolution hiess die Frage:
„Evolution geht davon aus, dass die Menschen sich über Millionen von Jahren aus weniger entwickelten Lebensformen entwickelt haben.“
Die Antworten: Richtig: 18% Möglicherweise richtig: 35% Möglicherweise falsch: 16 % Falsch: 28% Keine Meinung: 3% Absolut richtig: 53% Absolut falsch: 44%
Zur Schöpfung lautete die Frage: „Kreationismus besagt, dass Gott die Menschen ähnlich ihrer heutigen Form erschuf innerhalb der vergangenen 10000 Jahre“. Die Anworten: Richtig: 39% Möglicherweise richtig: 27% Möglicherweise falsch: 16% Falsch: 15% Keine Meinung: 3% Absolut richtig: 66% Absolut falsch: 31%
Allerdings widerspiegelt sich die Mehrheitsmeinung auch in den USA weder in den Schulbüchern, noch wird sie von den Biologielehrern den Schülern vermittelt. Offiziell gilt die Evolution als Tatsache, während der Schöpfungsbericht als religiöser Mythos eingestuft wird.
Seit einigen Jahren gibt es deutschsprachiges Lehrbuch, dass in seiner Art einmalig ist. Der Titel „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“ beschreibt durchaus die Evolutionstheorie, macht aber klar gegliedert und als „Grenzüberschreitung“ gekennzeichnet, auf Schwächen der Theorie sowie alternative Erklärungen im Rahmen eines Schöpfungsmodells aufmerksam. Der Einsatz dieses Lehrmittels würde jeden naturwissenschaftlichen Unterricht offener und spannender machen. Doch diese Methodenoffenheit müsste auch bei Schulbehörden und Lehrern vorhanden sein.
Doch selbst in den USA wehren sich Bildungsverantwortliche mit allen Mitteln gegen die offizielle Verbreitung der Schöpfungsidee. Dr. Eugenie Scott, Direktor des nationalen Zentrums für wissenschaftliche Bildung halt fest, dass ihre Organisation sich dafür einsetzt, dass “Evolution im Schulzimmer bleibt, und der wissenschaftliche Kreationismus draussen bleibt“. Scott’s Behörde bekämpft deshalb Wissenschaftler und Organisationen, welche die Legitimität von Darwins Entstehungserklärung hinterfragen.
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