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Christliche Gemeinden bringen Atheisten hervor

(02. August 2007/idea) – Die Verteidigung des Glaubens mit Argumenten werde in den christlichen Gemeinden vernachlässigt – mit bösen Folgen. Ein amerikanischer Religionspädagoge warnt.

Viele christliche Gemeinden bringen Atheisten hervor. Sie achten nicht genug auf die geistlichen Fragen junger Leute und erklären zu wenig, warum sie an das glauben, was in der Bibel steht. Zu diesem Schluss kommt der US-amerikanische Religionspädagoge Anthony Horvath. Er ist trotz christlicher Erziehung selbst jahrelang Atheist gewesen. Jetzt unterhält er ein Internetangebot, mit dem er den christlichen Glauben erklärt und Fragen beantwortet.

Horvath ist überzeugt, dass Apologetik – die Verteidigung des Glaubens – eine viel zu geringe Rolle spielt. Ere verweist auf religionskritische Autoren wie Richard Dawkins („Der Gotteswahn“) oder Dan Brown („Sakrileg“). Ihre Bücher hätten laut Horvath niemals Bestseller werden können, wenn die meisten Menschen ein wirkliches Verständnis vom christlichen Glauben vermittelt bekommen hätten. Vielen Gemeindeleitern sei gar nicht bewusst, welche geistlichen Fragen ihre Gottesdienstbesucher hätten. Deshalb glaubten sie, dass es ausreiche, die Gemeinde zu unterhalten.

Zu den am meisten gestellten Fragen junger Leute zählen laut Horvath, warum sie der Bibel vertrauen sollten, wenn sie doch ein so altes Buch sei. Auch fragten sich viele, warum Gott gut sein solle, wenn es doch so viel Böses auf der Welt gebe. Über solche „alten Fragen“ dürfe man nicht leichtfertig hinweggehen, sagte Horvath der Zeitung „Christian Post“ (Washington). Wenn er davon spreche, mehr Wert auf Apologetik zu legen, dann meine er nicht, dass man diese Aufgabe wenigen Spezialisten überlassen dürfe. Horvath zitierte die neutestamentliche Aufforderung: „Seid allezeit zur Verantwortung bereit vor jedem, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist“ (1. Petrus 3,15).


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