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Chinesen lernen Arabisch für die Mission

(06. August 2007/idea) – In der Volksrepublik China lernen immer mehr Christen Arabisch, um in muslimischen Ländern missionieren zu können.

Momentan lernten rund 100.000 chinesische Christen Arabisch. Sie begründeten dies damit, dass Missionare aus Westeuropa und aus den USA in muslimischen Ländern aufgrund ihres Lebenswandels vielfach unglaubwürdig seien. Das teilte der Referent für Programm und Mitarbeit im CVJM-Gesamtverband, Albrecht Kaul (Kassel), am 4. August bei der Hauptkonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz im thüringischen Bad Blankenburg mit.

Kaul: „Wer trinkt, wessen Ehe zerbricht oder wer pornographische Filme konsumiert, ist in den Augen Andersgläubiger kein glaubwürdiger Zeuge Jesu.“ In China erlebe das Christentum momentan ein enormes Wachstum, so Kaul. Täglich entstünden offiziellen Statistiken zufolge im Durchschnitt sechs Gemeinden. Allerdings müsse man zwischen der Situation von Christen in den Millionen-Metropolen und denen auf dem Land unterscheiden.

Während Christen in den Grossstädten ihren Glauben relativ frei leben könnten, seien Christen in ländlichen Regionen vielfach Repressionen ausgesetzt. Dennoch entstünden überall im Land neue Hauskirchen – vor allem durch junge Menschen, die im Ausland studiert haben und dort Christen geworden sind.

Staatlichen Angaben zufolge gibt es unter den 1,3 Milliarden Chinesen etwa 130 Millionen Christen. Die meisten versammeln sich in nicht anerkannten Hauskirchen. Die staatlich sanktionierte protestantische Drei-Selbst-Bewegung und der Chinesische Christenrat repräsentieren nach offiziellen Angaben 18 Millionen Mitglieder. Von den etwa 20 Millionen Katholiken gehören rund sechs Millionen regimetreuen Kirchen an.

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