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GEO lässt ID-Vertreter Stellung nehmen

(06. September 2007/rh.) – Der ehemalige Vorsitzende der deutschen Studiengemeinschaft "Wort und Wissen" erhält in „Geo“ Raum für eine Stellungnahme.

Der Kasseler Evolutionsbiologie Ulrich Kutschera hatte den schöpfungsorientiert denkenden Mikrobiologen Siegfried Scherer in einem Interview mit dem Magazin „Geo“ zitiert und angegriffen. Nun erhielt Professor Scherer von der Geo-Redaktion Raum für eine Stellungnahme.Darin Scherer gibt sich gelassen und moderat; er relativiert und unternimmt den Versuch, sich nach allen Seiten abzugrenzen.

Wissenschaftlich gut fundierte Kritik an der Evolution sei noch kein Beweis für Schöpfung, noch nicht einmal Widerlegung der Evolutionsidee, sondern höchstens Falsifikation bestimmter Teilhypothesen, schreibt Scherer, der sich vom Kreationismus im fundamentalen Sinn (Schöpfung in sechs Tagen, Erschaffung der Erde vor rund 10000 Jahren) zu distanzieren versucht. Er stehe dieser Art von Kreationismus kritisch gegenüber. Das sei keine Naturwissenschaft, sondern Glaube.

Sogar das Konzept des intelligenten Designs (ID) geht für Siegfried Scherer über die Naturwissenschaft hinaus. Auch wenn er seine naturwissenschaftlichen Daten „im Rahmen meines Schöpfungsglaubens“ deute, sei dies „eine weltanschauliche Grenzüberschreitung, nicht Naturwissenschaft“, selbst wenn er Recht haben sollte. Scherer: „An Schöpfung muss man eben glauben. Aber an eine erwürfelte evolutionäre Entstehung der ersten Zelle auch, sogar richtig fest.“

Der Münchner Mikrobiologe hofft, dass die Auseinandersetzung um Schöpfungsglaube, ID, Kreationismus, wissenschaftliche Evolutionstheorie und naturalistische Weltbilder bei uns entspannter und sachlicher geführt wird, als in den USA. Scherer hofft, „dass sich fundamentalistischer Evolutionismus bei uns genauso wenig etabliert wie ideologischer Kreationismus“. Auf „Geo Online“ können Leser Scherers Beitrag kommentieren.

"Geo" brachte in den vergangenen Monaten mehrfach Beiträge zum Thema Schöpfung und/oder Evolution.



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