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Anti-Islam-Demo in Brüssel aufgelöst

(12. September 2007/rh.) – Der deutsche Verein Pax Europa hatte ursprünglich zu einer Demonstration für die Einhaltung der Menschenrechte und gegen die schleichende Einführung islamischen Rechts aufgerufen, doch kurzfristig wegen eines gerichtlich gestützten Demonstrationsverbots abgesagt. Die Mehrheit der trotzdem erschienen Demonstranten wurde von der Polizei verhaftet.

Die Belgische Polizei löste am 11. September eine unbewilligte Anti-Islam-Demo in Brüssel auf und verhaftete 154 Menschen. Die Demo war ursprünglich vom Verein Pax Europa angemeldet gewesen, dann aber vom Bürgermeister verboten worden. Pax Europa hatte die Demonstration nach verlorenen Gerichtsverfahren abgesagt und sich von jenen Rechtsextremisten distanziert, die an der Seite des Veranstalters aufzumarschieren gedachten.

Allerdings fragt man sich, ob sich Pax Europa der politischen Brisanz nicht von Beginn an bewusst gewesen war, als sich der deutsche Verein mit der anti-islamistischen Gruppe SIAD und der britischen Bewegung "No Sharia" zusammenschloss.

Zwar hat Pax Europa die Demo gestrichen. Doch noch vor wenigen Tagen wurde allen, die bereits ein Ticket für die Reise nach Brüssel gebucht oder Urlaub genommen hatten, empfohlen, „sich nicht als Demonstranten, sondern als normale Touristen nach Brüssel zu begeben“. Es wurde auch mitgeteilt, dass Mitglieder von Pax Europa und ihren Partnerorganisationen sich entschlossen hätten, am 11. September privat „jene islamischen Stadtviertel von Brüssel touristisch zu erkunden, vor deren Ausschreitungen der Bürgermeister offenkundig so viel Angst hat“. Einige Kamerateams, die eigentlich die Demonstration begleiten wollten, hätten zugesagt, ebenfalls bei der touristischen Begehung anwesend zu sein.

Von alle dem steht in den aktuellen Mitteilungen auf der Webseite des vom ehemaligen Journalisten Udo Ulfkotte gegründeten Vereins nichts mehr. Im Gegenteil: Jetzt heisst es, „etwa 200 Menschen ignorierten nun diese Aufforderung und versuchten, an der Seite von Rechtsextremisten durch Brüssel zu marschieren“.

Von den rund 200 zu der illegalen Demonstration erschienenen Personen wurden 154 verhaftet, unter ihnen nach Agenturangaben viele Rechtsextremisten. Die Polizei setzte Hubschrauber, Wasserwerfer und Hundestaffeln ein. Unter den Verhafteten sind auch die Führer der rechtsstehenden belgischen Partei Vlaamse Belang. Den Verhafteten wurde Landfriedensbruch vorgeworfen.

Der Brüsseler Vorfall führt deutlich vor Augen, dass jeder sehr genau prüfen muss, welche Allianzen er schmieden und welche Gruppierungen er unterstützen möchte. Für Christen gilt das ganz besonders.

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