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Erfolge mit adulten Stammzellen
(20. September 2007/idea) – Lebensrechtler schöpfen neue Hoffnung, dass bei der Stammzellenforschung auf die Zerstörung menschlicher Embryonen verzichtet werden kann. Nach durchschlagenden medizinischen Erfolgen von Therapien mit adulten (erwachsenen) Stammzellen appellieren Lebensrechtler an die Politik, diese ethisch unbedenkliche Forschung weiter zu unterstützen.
In einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten betont die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (Köln), dass die Forschung mit embryonalen Stammzellen, bei der menschliches Leben im Anfangsstadium zerstört wird, ein Irrweg sei. Stattdessen solle man sich auf die Forschung mit körpereigenen Stammzellen konzentrieren. Das befürworte über die Hälfte der deutschen Bevölkerung (56,3 Prozent) laut einer Umfrage des Instituts TNS-Infratest vom Januar.
Die anstehende Entscheidung des Bundestags zum Stammzellgesetz sei auch für Europa von hoher ethischer und rechtspolitischer Bedeutung. Sie könne dazu beitragen, „dass das menschliche Leben am Anfang geschützt ist und weder Frauen noch Embryonen zu Rohstoff-Lieferanten werden“. Weltweit zum ersten Mal konnte jetzt an der Düsseldorfer Universitätsklinik für Kardiologie einem Herzinfarktpatienten durch körpereigene Stammzellen aus dem Knochenmark das Leben gerettet werden. Stammzellen können sich zu verschiedenen Zelltypen entwickeln. Von einem gezielten Einsatz der „Alleskönner“ verspricht sich die Medizin, auch unheilbare Krankheiten erfolgreich behandeln zu können.
Die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) loben den erfolgreichen Einsatz adulter Stammzellen. Die Spitzenstellung Deutschlands auf diesem Forschungsgebiet gelte es weiterzuentwickeln, so die Vorsitzende, Mechthild Löhr (Königstein/Taunus). Adulte Stammzellen seien im Gegensatz zur „verbrauchenden“ Embryonenforschung ethisch unbedenklich, da keine Embryos vernichtet werden müssten. Ein „massives Forschungsprogramm“ für die adulte Stammzellentherapie fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat eine Initiative zur Förderung der Stammzellforschung gestartet. Dabei sollen insbesondere Versuche gefördert werden, die Stammzellen aus nicht-embryonalen Quellen gewinnen.
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