Lesbisches Paar "bekommt" Zwillinge
(20. September 2007/fa.) - Ein lesbisches Paar wollte ein Kind und nutzte die Möglichkeit der Befruchtung im Reagenzglas mit einer Samenspende. Jetzt kamen Zwillinge zur Welt und das Paar verklagt den Fortpflanzungsarzt.
Die beiden Frauen fordern 245.500 Euro Schadenersatz für die zusätzlichen Kosten der zweiten Tochter. Wie es heisst, sei der Schadenersatz deshalb so hoch, weil das Mädchen auf eine teure Privatschule geschickt werden soll.
Das homosexuelle Paar betonte, dass es vor der In-Vitro-Fertilisation im Jahr 2003 dem Arzt klar zu verstehen gegeben habe, dass nur ein Baby gewünscht sei, deshalb jetzt die Klage.In der Einverständniserklärung sei extra darauf hingewiesen worden, dass lediglich ein Embryo eingepflanzt werden solle.
Die Geburt der zwei Kinder hätte die Beziehung der beiden schwer belastet, heisst es weiter.
Dieser Fall sorgt in Australien für Empörung und löst eine Wertedebatte aus. "Wir scheinen mehr daran interessiert zu sein, den Wünschen Erwachsener nachzukommen, als die Rechte von Kindern zu schützen", erklärte Senator Guy Barnett. Das Zivilverfahren wegen der bereits drei Jahre alten Zwillinge untergrabe die Bedeutung von Elternschaft.
Barnett rief dazu auf, gleichgeschlechtlichen Paaren und unverheirateten Frauen eine aus öffentlichen Mitteln finanzierte künstliche Befruchtung künftig zu untersagen.
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