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Das Ende der Eindeutigkeit

(04. Oktober 2007/rk.) - Was will die Emerging Church-Bewegung? Ein Blick in Brian McLarens Buch «A Generous Orthodoxy».

Selbstzufriedenheit ist die Schwester des Stillstands. Christliche Gemeinden brauchen erweckliche Bewegungen und geistliche Aufbrüche. Jede Generation muss biblischen Glauben neu entdecken und gestalten.

In einer Zeit, in der der traditionelle Evangelikalismus erschöpft scheint und auf die theologischen, kulturellen und politischen Herausforderungen kaum mehr angemessen zu reagieren vermag, braucht es selbstkritische Denker und Strömungen, die um die geistige und geistliche Erneuerung der Kirche ringen und neue Perspektiven entwickeln.

Die Emerging Church (EmCh), die in den letzten Jahren in den USA und anderswo immer mehr Beachtung findet, bemüht sich genau um diese notwendige Neubelebung des christlichen Glaubens.

«Emerging Church» heisst wörtlich so viel wie «auftauchende, neu entstehende» oder «sichtbar werdende Kirche». Der Begriff «Emergent» steht in Zusammenhang mit der so genannten Emergenztheorie: Emergenz bedeutet die Entstehung neuer Seinsschichten, die nicht allein aus den Eigenschaften einer darunterliegenden Ebene ableitbar oder erklärbar sind. Man spricht auch von Emergenz, wenn durch das Zusammenwirken von Subsystemen auf einer makroskopischen Ebene eine neue Qualität entsteht. Übertragen auf den kirchlichen Bereich erwartet die EmCh, dass sich auf der Grundlage des Gegebenen eine neue Art des Christseins entwickelt.

Die informellen Ursprünge der EmCh-Bewegung reichen in die Mitte der 90er Jahre zurück. Eine gewisse Schlüsselstellung nehmen zwei Buchveröffentlichungen aus dem Jahr 1995 ein. mehr... 

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