|
Ozonloch ist stark geschrumpft
(05. Oktober 2007/fa.) - Das Ozonloch über dem Südpol ist um 30 Prozent kleiner geworden.
Ist es auf menschlich vernünftigeres Verhalten zurückzuführen (z.B. FCKW-Verbot), dass das Ozonloch in diesem Jahr um ein Drittel schrumpfte? Was man gerne hätte, stimmt nicht. Die Forscher führen den Rückgang zurück auf natürliche Schwankungen von Temperatur und Winden.
"Das diesjährige Ozonloch befand sich dieses Jahr weniger mittig über dem Südpol als in den Jahren zuvor - so konnte es sich mit wärmerer Luft mischen", sagte Ronald van der A vom Königlich Niederländischen Meteorologischen Institut gegenüber „Spiegel online“.
Da Ozon bei Temperaturen kälter als minus 78 Grad Celsius abgebaut wird, schwächte die wärmere Luft diesen Abbau ab. Die Folge: mehr Ozon und ein kleineres Ozonloch.
Die Ozonschicht dient der Erde als Filter gegen UV-Strahlung. Weltweit nimmt die Ozonschicht nach Esa-Angaben noch immer um etwa 0,3 Prozent pro Jahr ab, obwohl die für diesen Prozess hauptverantwortlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) bereits seit 1987 weltweit verboten sind.
Das Loch in der Ozonschicht ist riesig. Der Satellit „Envisat“ der Esa hat diesen Sommer eine Fläche von 24,7 Millionen Quadratkilometern gemessen - das entspricht in etwa der Fläche Nordamerikas. Zum ersten Mal festgestellt wurde das Ozonloch im Jahr 1985.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |